Der TV Kirchzell hat sich in einem intensiven und bis zur letzten Sekunde spannenden Heimspiel der 3. Liga gegen die TuS 82 Opladen denkbar knapp mit 28:29 geschlagen geben müssen. In einer von Beginn an lautstarken Atmosphäre entwickelte sich eine Partie mit viel Tempo, Leidenschaft und zahlreichen Wendungen.
Der TVK erwischte einen Start nach Maß. Tim erzielte früh die Führung, Niklas Ihmer legte nach und vom Siebenmeterstrich zeigte sich Levgen Zhuk eiskalt. Beim 5:1 nach sieben Minuten war deutlich zu spüren, dass Kirchzell die Kontrolle übernehmen wollte. In der Abwehr stand man kompakt, im Tor war Tobias Evers sofort präsent und entschärfte gleich mehrere Würfe. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf vier Tore an, getragen von einer stabilen Defensive und konsequenten Abschlüssen im Angriff.
Doch Opladen blieb im Spiel. Die Gäste nutzten Ballverluste und Tempogegenstöße, um den Abstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Eine Rote Karte gegen Zhuk in der 24. Minute brachte zusätzliche Unruhe in die Partie. Der TVK musste umstellen, Opladen witterte seine Chance – und kämpfte sich zurück. Kurz vor der Pause fiel der Ausgleich, mit einem 15:15 ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte Kirchzell Moral. Löffelmann übernahm nun zwischen den Pfosten und war mit mehreren starken Paraden ein sicherer Rückhalt. Tim brachte den TVK wieder in Führung, Wolf erhöhte, Tom traf im Gegenstoß – beim 18:15 war das Momentum zurück auf Kirchzeller Seite. Doch die Partie blieb eng. Fehlwürfe, Unterzahlphasen und kleine Unachtsamkeiten ermöglichten Opladen erneut den Ausgleich.
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Tom traf sehenswert per Dreher, Ihmer glich mehrfach aus, Tim verwandelte sogar spektakulär per Kempa. Die Halle stand, jede Aktion wurde lautstark begleitet. Beim Stand von 28:28 in der 59. Minute nahm der TVK die Auszeit – alles war angerichtet für eine dramatische Entscheidung.
Doch das Happy End blieb aus. Opladen nutzte seine letzte Möglichkeit und traf in der 60. Minute zum 28:29. Trotz großem Kampf, trotz mehrfacher Führungen und einer leidenschaftlichen Schlussphase musste sich der TVK am Ende hauchdünn geschlagen geben.
Es war ein Spiel, das zeigte, was in dieser Mannschaft steckt: Charakter, Wille und Zusammenhalt. Auch wenn das Ergebnis schmerzt – die Leistung und der Einsatz bis zur letzten Sekunde geben Anlass, nach vorne zu schauen.


