TV 1908 Kirchzell

TV Kirchzell belohnt sich nach großem Kampf mit Auswärtssieg in Dormagen

Der TV Kirchzell hat in der 3. Liga Süd-West einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Beim TSV Bayer Dormagen II setzte sich die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas nach einer umkämpften Partie mit 35:32 (18:16) durch. Nach einem schwierigen Start kämpfte sich der Odenwaldexpress zurück, musste in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich erneut einem Rückstand hinterherlaufen und bewies in der entscheidenden Schlussphase die nötige Ruhe und Abgeklärtheit.

Die Kirchzeller fanden zunächst nur schwer in die Begegnung. Nach einer rund dreistündigen Anreise fehlte den Gästen vor allem in der Defensive der gewohnte Zugriff. Dormagen nutzte dies konsequent aus und setzte sich bereits nach knapp fünf Minuten auf 5:2 ab. Auch die Torhüter konnten in der Anfangsphase kaum Akzente setzen. „Nach der langen Anreise hatten wir zunächst etwas schwere Beine und haben vor allem in der Abwehr nicht den richtigen Zugriff gefunden“, erklärte TVK-Trainer Povilas Babarskas nach der Partie.

Mit zunehmender Spieldauer kam der TVK jedoch besser in die Begegnung. Die Kirchzeller erhöhten das Tempo, fanden im Angriff immer häufiger gute Lösungen und stabilisierten gleichzeitig ihre Abwehr. Auch der eingewechselte Torhüter Tobi brachte mit seinen Paraden mehr Sicherheit ins Spiel. Nach dem zwischenzeitlichen 12:9 für die Gastgeber kämpfte sich der TVK Tor um Tor heran. Joshua Osifo erzielte in der 19. Minute den Ausgleich zum 12:12, ehe Levgen Zhuk kurz darauf die erste Kirchzeller Führung zum 13:12 besorgte.

In der Folge übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Über 15:13 und 17:14 erspielte sich der TVK einen kleinen Vorsprung. Auch die Disqualifikation von Dormagens Julius Bahns in der 24. Minute fiel in diese Phase. Zwar konnten die Gastgeber den Rückstand nochmals verkürzen, doch Julius Mattern stellte mit seinem Treffer zum 18:16 den Halbzeitstand her.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Kirchzell zunächst an die gute Phase vor der Pause an. Antonio Schnellbacher und Niklas Ihmer erhöhten auf 20:17. Doch Dormagen ließ sich nicht abschütteln und kämpfte sich zurück. Beim 20:20 in der 37. Minute war die Partie wieder ausgeglichen. Der TVK konnte sich anschließend zwar nochmals auf 24:22 absetzen, doch die Gastgeber blieben hartnäckig.

Mit zunehmender Spieldauer machten sich bei einigen Kirchzeller Spielern die Kräfte bemerkbar. In der Defensive gingen wichtige Zweikämpfe verloren, wodurch Dormagen immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen kam. Die Gastgeber nutzten diese Phase und drehten die Begegnung. In der 48. Minute lag der TVK beim Stand von 25:27 erstmals seit längerer Zeit wieder mit zwei Treffern zurück.

Doch die Mannschaft von Povilas Babarskas ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Levgen Zhuk und Joshua Osifo verkürzten zunächst auf 27:28, ehe Jannik Wolf und Tom Spieß mit zwei Treffern in Folge den Ausgleich zum 29:29 herstellten. Die Partie entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

Beim Stand von 31:30 für Dormagen begann die entscheidende Phase. Joshua Osifo glich zunächst zum 30:30 aus, ehe Niklas Ihmer in der 55. Minute das 31:31 erzielte. Anschließend zeigte der TVK seine ganze Erfahrung. Tom Spieß brachte die Gäste mit 32:31 in Führung, Joshua Osifo erhöhte wenig später auf 33:31. Gleichzeitig ließen die Gastgeber in dieser Phase zwei Siebenmeter ungenutzt.

Mario Stark sorgte schließlich mit seinen beiden Treffern in den letzten eineinhalb Minuten für die Entscheidung. Am Ende stand ein verdienter, hart erkämpfter 35:32-Auswärtssieg für den TV Kirchzell.

Besonders zufrieden zeigte sich Babarskas mit der Reaktion seiner Mannschaft in der Schlussphase. „Wir haben die Ruhe bewahrt und sind nicht in Panik geraten. Unsere erfahrenen Spieler haben Verantwortung übernommen und wir konnten auch einige Überzahlsituationen gut nutzen“, erklärte der TVK-Coach.

Dabei wollte der Trainer die Leistung des Gegners keinesfalls schmälern. Dormagen habe eine gute Mannschaft, die in dieser Saison bislang nur knappe Niederlagen hinnehmen musste. Entsprechend hoch sei der Erfolg einzuschätzen. „Das war auf keinen Fall ein einfaches Spiel. Wir sind froh, dass wir gewonnen haben“, so Babarskas.

Nach der knappen Derby-Niederlage gegen Nieder-Roden belohnte sich der TVK damit für seinen Einsatz und nahm zwei wichtige Punkte mit in den Odenwald. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht. Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Aufgabe gegen die HSG Hanau.

TV Kirchzell vor schwieriger Auswärtsaufgabe in Dormagen

Nach dem umkämpften Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden steht für den TV Kirchzell am kommenden Samstag die nächste Auswärtsaufgabe in der 3. Liga Süd-West auf dem Programm. Um 20:00 Uhr gastiert der Odenwaldexpress beim TSV Bayer Dormagen II. Trotz der unterschiedlichen Tabellenpositionen erwartet TVK-Trainer Povilas Babarskas eine anspruchsvolle Begegnung.

Mit 8:8 Punkten aus acht Spielen belegt der TV Kirchzell aktuell den sechsten Tabellenplatz. Die Gastgeber aus Dormagen stehen dagegen mit 2:10 Punkten auf Rang 15. Allerdings konnte die zweite Mannschaft des Zweitligisten am vergangenen Wochenende mit einem 31:28-Auswärtserfolg bei der HLZ Friesenheim-Hochdorf II ihren ersten Saisonsieg feiern.

Kampfgeist aus dem Derby mitnehmen

Beim Rückblick auf das Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden hebt TVK-Trainer Povilas Babarskas vor allem die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft hervor. „Wir haben im Derby meiner Meinung nach super gekämpft. Natürlich haben wir uns einige Fehler zu viel geleistet“, erklärt Babarskas.

Besonders die Verletzung von Tim Häufglöckner sowie die rote Karte gegen Mario Stark hätten die Mannschaft zwischenzeitlich aus dem Rhythmus gebracht. Dennoch habe sein Team bis zum Schluss alles versucht, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Genau diese Einstellung möchte der Trainer auch in Dormagen sehen.

Auf Tim Häufglöckner muss der TVK dabei definitiv verzichten. Der Rückraumspieler hat sich im Derby einen Nasenbruch zugezogen, der operativ behandelt werden muss. Nach Angaben von Babarskas handelt es sich um eine etwas kompliziertere Verletzung. Wie lange Häufglöckner ausfallen wird, ist derzeit noch offen.

Junge Dormagener Mannschaft mit großem Potenzial

Obwohl der TSV Bayer Dormagen II derzeit im Tabellenkeller steht, warnt Babarskas ausdrücklich davor, den Gegner zu unterschätzen. Die junge Mannschaft verfüge über großes Potenzial und könne zudem durch Spieler aus dem Zweitligakader verstärkt werden.

„Das ist eine junge und sehr gefährliche Mannschaft. Die Spieler wollen sich zeigen und geben immer Vollgas“, beschreibt der TVK-Trainer den kommenden Gegner.

Gerade die wechselnden personellen Besetzungen machen die Vorbereitung nicht einfach. Babarskas hat sich mehrere Spiele der Gastgeber angesehen und dabei unterschiedliche Rückraumformationen beobachtet. Die jungen Spieler agieren mit viel Tempo und Einsatzbereitschaft, sind allerdings auch nicht frei von Fehlern. Finden sie erst einmal ihren Rhythmus, können sie für jeden Gegner unangenehm werden.

Dass Dormagen durchaus in der Lage ist, gegen etablierte Drittligisten zu bestehen, zeigte zuletzt der Erfolg in Friesenheim-Hochdorf. Dort musste sich der TV Kirchzell in dieser Saison noch geschlagen geben.

TVK sieht sich auf einem guten Weg

Mit dem bisherigen Saisonverlauf zeigt sich Babarskas insgesamt zufrieden. „Mit den 8:8 Punkten bin ich mehr oder weniger zufrieden. Wir sind auf unserem Kurs“, erklärt der Trainer.

Natürlich habe es gerade zu Saisonbeginn Situationen gegeben, in denen mehr möglich gewesen wäre. Gleichzeitig müsse berücksichtigt werden, dass mehrere neue Spieler in die Mannschaft integriert werden mussten.

„Besser kann es immer sein, aber schlimmer kann es auch sein. Deshalb glaube ich, dass wir auf einem guten Weg sind“, fasst Babarskas die bisherige Entwicklung zusammen.

Für den TV Kirchzell gilt es nun, diesen Weg fortzusetzen und trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Tim Häufglöckner eine geschlossene Mannschaftsleistung zu zeigen. In Dormagen möchte der Odenwaldexpress an die kämpferische Einstellung aus dem Derby anknüpfen und möglichst etwas Zählbares mit nach Hause nehmen.

Anpfiff der Begegnung zwischen dem TSV Bayer Dormagen II und dem TV Kirchzell ist am Samstag, 24. Oktober, um 20:00 Uhr im TSV Bayer Sportcenter in Dormagen.

TV Kirchzell unterliegt im hitzigen Derby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden

Der TV Kirchzell musste sich am Wochenende in einem intensiven und emotionsgeladenen Derby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden mit 30:33 (15:16) geschlagen geben. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung hielt der Odenwaldexpress lange dagegen, musste die Gastgeber im zweiten Durchgang jedoch etwas davonziehen lassen. Trotz einer kämpferischen Leistung und einer spannenden Schlussphase reichte es am Ende nicht für einen Punktgewinn. Die hitzige Derbyatmosphäre, zahlreiche Zeitstrafen und insgesamt drei rote Karten unterstrichen den intensiven Charakter der Begegnung.

Der TVK erwischte einen guten Start in die Begegnung. Joshua Osifo brachte die Gäste bereits nach 35 Sekunden mit 1:0 in Führung. In der Folge entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch, bei dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Tim Häufglöckner sorgte mit drei Treffern in der Anfangsphase dafür, dass Kirchzell nach knapp zehn Minuten mit 6:5 vorne lag. Jannik Wolf und Levgen Zhuk bauten den Vorsprung bis zur 13. Minute auf 8:6 aus.

Doch die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln. Angeführt von Samuel Hoddersen kämpfte sich Nieder-Roden zurück und glich in der 15. Minute zum 8:8 aus. Die Partie nahm zunehmend an Intensität zu. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, und auch auf den Rängen war die besondere Derbyatmosphäre deutlich zu spüren. Bereits in der Anfangsphase mussten die Schiedsrichter mehrfach Zeitstrafen aussprechen.

In der 20. Minute folgte die erste direkte rote Karte der Begegnung. Nach einer Aktion gegen Joshua Osifo wurde Nieder-Rodens Niklas Klein disqualifiziert. Der TVK nutzte die anschließende Phase und ging durch Yann de Waha mit 11:10 in Führung. Doch auch danach blieb die Begegnung vollkommen offen. Die Gastgeber legten wieder vor, Kirchzell hielt dagegen. Nachdem Nieder-Roden zwischenzeitlich auf 15:13 davongezogen war, sorgte Levgen Zhuk mit zwei Treffern für den 15:15-Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte Nick Oliver Weiland die Hausherren erneut in Führung, sodass es mit einem knappen 16:15 für Nieder-Roden in die Kabinen ging.

Für einen weiteren bitteren Moment sorgte die Verletzung von Tim Häufglöckner, der sich gegen Ende der ersten Halbzeit bei einer Aktion im Kampf um den Ball eine Nasenfraktur zuzog. Damit musste der TVK im weiteren Spielverlauf auf ihn verzichten.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Derby zunächst genauso umkämpft wie in den ersten 30 Minuten. Zwar erhöhte Nieder-Roden unmittelbar nach Wiederbeginn auf 17:15, doch Levgen Zhuk und Antonio Schnellbacher stellten schnell den 17:17-Ausgleich her. Auch beim 18:18 durch Joshua Osifo in der 34. Minute war weiterhin alles offen.

In der Folge gelang es den Gastgebern allerdings, sich erstmals etwas deutlicher abzusetzen. Während Kirchzell im Angriff weiterhin zu seinen Möglichkeiten kam, fand Nieder-Roden zunehmend bessere Lösungen und setzte sich über 21:19 und 24:21 bis zur 42. Minute auf 25:22 ab. In dieser Phase musste der TVK zudem auf Mario Stark verzichten, der nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe in der 41. Minute die rote Karte sah.

Der TVK versuchte dagegenzuhalten, doch die Gastgeber behaupteten ihren Vorsprung. Nach dem Treffer von Simon Brandt zum 26:22 in der 45. Minute sah sich Kirchzells Trainer Povilas Babarskas zu einer Auszeit gezwungen.

Der Odenwaldexpress gab sich jedoch keineswegs geschlagen. Tom Spieß, Niklas Ihmer und Jannik Wolf hielten die Gäste im Spiel. Beim 25:28 in der 48. Minute war der Rückstand wieder auf drei Treffer geschrumpft. Allerdings gelang es Kirchzell zunächst nicht, noch näher heranzukommen. Nieder-Roden fand immer wieder eine passende Antwort und stellte durch Samuel Hoddersen in der 50. Minute auf 29:25.

Doch auch in der Schlussphase bewies der TVK Moral. Niklas Ihmer und Antonio Schnellbacher verkürzten innerhalb weniger Sekunden auf 27:29. Zwar erhöhte Nieder-Roden anschließend wieder auf 30:27, doch Levgen Zhuk brachte seine Mannschaft in der 55. Minute erneut auf zwei Tore heran (28:30). Die Hoffnung auf eine Wende war damit weiterhin vorhanden.

Die Schlussminuten waren noch einmal von großer Intensität geprägt. Nach einer Zeitstrafe gegen Vadym Oskilko und dem Treffer zum 31:28 nahm Babarskas eine weitere Auszeit. Wenig später musste auch Levgen Zhuk nach einer direkten roten Karte das Spielfeld verlassen. Damit musste der TVK die Schlussphase ohne zwei seiner Spieler bestreiten. In der aufgeheizten Atmosphäre wurde um jeden Ball gekämpft, doch die Gastgeber ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Joshua Osifo und Niklas Ihmer konnten zwar noch zweimal verkürzen, am Ende stand jedoch eine 30:33-Niederlage für den TV Kirchzell auf der Anzeigetafel.

Damit musste sich der Odenwaldexpress in einem umkämpften Derby geschlagen geben, in dem durchaus mehr möglich gewesen wäre. Über weite Strecken begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Ausschlaggebend war letztlich die Phase Mitte der zweiten Halbzeit, in der sich Nieder-Roden einen Vorsprung erarbeitete, den Kirchzell trotz aller Bemühungen nicht mehr vollständig aufholen konnte.

Neben der Niederlage schmerzt vor allem die Verletzung von Tim Häufglöckner. Die intensive Derbyatmosphäre, zahlreiche Zeitstrafen sowie die beiden direkten roten Karten gegen Niklas Klein und Levgen Zhuk und die rote Karte für Mario Stark nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe prägten die Begegnung zusätzlich. Für den TVK gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und den Blick auf die kommenden Aufgaben in der 3. Liga zu richten.

Derby bei den Baggerseepiraten: TV Kirchzell zu Gast in Nieder-Roden

Am Samstagabend wartet auf den TV Kirchzell die nächste anspruchsvolle Auswärtsaufgabe in der 3. Liga Süd-West. Um 19:30 Uhr gastiert der Odenwaldexpress bei der HSG Rodgau Nieder-Roden, den sogenannten Baggerseepiraten. Während der TVK mit 8:6 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz steht, befinden sich die Gastgeber derzeit auf Rang 14. Doch gerade in einem Derby spielt die Tabelle bekanntlich nur eine untergeordnete Rolle.

Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage möchte der TV Kirchzell seinen positiven Lauf auch in Nieder-Roden fortsetzen. Mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen hat sich die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas nach sieben Spieltagen eine ordentliche Ausgangsposition erarbeitet. Zuletzt zeigte der Odenwaldexpress beim Heimsieg gegen die Bergischen Panther eine überzeugende Leistung und konnte weiteres Selbstvertrauen sammeln.

Die Gastgeber aus Nieder-Roden blicken dagegen auf einen schwierigen Saisonstart zurück. Mit 3:11 Punkten aus sieben Begegnungen stehen die Baggerseepiraten aktuell auf dem 14. Tabellenplatz. Nach einem Sieg, einem Unentschieden und fünf Niederlagen wartet die HSG seit vier Spielen auf einen Punktgewinn. Allerdings befindet sich die Mannschaft nach einigen personellen Veränderungen in einer Phase des Umbruchs. Neben erfahrenen Akteuren stehen mittlerweile auch mehrere junge Spieler im Kader, die sich in der 3. Liga beweisen wollen.

Für TVK-Trainer Povilas Babarskas ist die aktuelle Tabellensituation deshalb kein Maßstab für die bevorstehende Begegnung. „Ich würde nicht sagen, dass die tabellarische Situation irgendetwas ausdrückt“, erklärt der Kirchzeller Übungsleiter. Die Liga sei, abgesehen von den drei oder vier Mannschaften an der Spitze, sehr ausgeglichen. „Da kann meiner Meinung nach jeder gegen jeden gewinnen, aber auch jeder gegen jeden verlieren.“

Entsprechend fordert Babarskas von seiner Mannschaft erneut volle Konzentration und die nötige Bereitschaft über die gesamte Spielzeit. Schon kleine Nachlässigkeiten könnten in dieser ausgeglichenen Liga den Ausschlag geben. Besonders in einem Derby sei die Ausgangslage ohnehin eine andere. „Ich habe in meiner Karriere schon erlebt, dass eine Mannschaft ganz hinten und die andere ganz oben stand und trotzdem die andere Mannschaft das Derby gewonnen hat“, warnt der TVK-Trainer davor, den Gegner anhand der Tabelle zu unterschätzen.

Die Baggerseepiraten verfügen trotz ihrer bisherigen Ergebnisse über eine interessante Mischung aus Erfahrung und jungen, talentierten Spielern. Darauf gilt es sich für die Kirchzeller entsprechend einzustellen. Neben der sportlichen Vorbereitung wird es vor allem darauf ankommen, von Beginn an die richtige Einstellung auf die Platte zu bringen und auch in einer emotionalen Atmosphäre einen kühlen Kopf zu bewahren.

Denn in der RODAUSTROM Sportarena dürfte den Odenwaldexpress eine intensive Begegnung erwarten. Die Gastgeber werden alles daransetzen, ihre Negativserie vor heimischem Publikum zu beenden und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. Der TVK hingegen möchte seine jüngsten Leistungen bestätigen und den Anschluss an die obere Tabellenhälfte festigen.

Die Voraussetzungen für einen spannenden Derbyabend sind damit gegeben. Wenn am Samstag um 19:30 Uhr der Anpfiff ertönt, werden Tabellenplätze und bisherige Ergebnisse zunächst in den Hintergrund rücken. Dann zählen Einsatzbereitschaft, Konzentration und der unbedingte Wille, die beiden Punkte für sich zu gewinnen. Der Odenwaldexpress ist gefordert, auch auswärts seine Qualitäten unter Beweis zu stellen.

TV Kirchzell erkämpft sich mit der Schlusssirene einen Punkt

Was für ein Ende in der Dreifachsporthalle Miltenberg: Der TV Kirchzell hat sich gegen die Bergischen Panther nach einem intensiven und über weite Strecken völlig offenen Spiel einen Punkt gesichert. In einer dramatischen Schlussphase lag der TVK 37 Sekunden vor dem Ende noch mit 34:35 zurück. Mit der Schlusssirene war es schließlich Joshua Osifo, der zum umjubelten 35:35-Endstand traf.

Von Beginn an entwickelte sich eine torreiche und ausgeglichene Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Nach dem 3:3 durch Anton Bayer und dem 4:3 von Tim Häufglöckner wechselte die Führung immer wieder. Auf Kirchzeller Seite zeigte sich vor allem Mario Stark in der ersten Hälfte äußerst treffsicher. Auch Joshua Löffelmann war mit mehreren wichtigen Paraden zur Stelle.

Bis zum 12:12 in der 22. Minute blieb die Begegnung vollkommen offen. Anschließend gelang es dem TVK erstmals, sich einen kleinen Vorteil zu erspielen. Niklas Ihmer und Tom Spieß sorgten für das 14:12. Kurz vor der Pause bauten Joshua Osifo und Jannik Wolf den Vorsprung aus, ehe Tom Spieß praktisch mit Ablauf der ersten Hälfte den Treffer zum 19:17-Pausenstand erzielte.

Nach dem Seitenwechsel kam Kirchzell zunächst gut aus der Kabine. Ihmer erhöhte auf 20:17, Spieß stellte wenig später auf 21:18. Doch die Panther ließen sich nicht abschütteln. Beim 21:21 in der 37. Minute war die Partie wieder ausgeglichen. Kurz darauf musste Panthers Sam Lindemann nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld.

Kirchzell legte durch Ihmer und Häufglöckner wieder auf 24:22 vor, doch anschließend kippte die Partie. Die Gäste nutzten einige Kirchzeller Fehler konsequent und drehten das Spiel mit einem 5:0-Lauf auf 27:24. Auch eine Auszeit des TVK konnte diesen Lauf zunächst nicht stoppen.

Doch Kirchzell gab sich nicht geschlagen. Trainer Povilas Babarskas brachte Tobias Evers für Joshua Löffelmann ins Tor – und der fügte sich mit wichtigen Paraden hervorragend ein. Gleichzeitig bekam die TVK-Abwehr wieder deutlich mehr Zugriff. Evers parierte unter anderem einen Siebenmeter, während Kirchzell im Angriff Stück für Stück herankam. Levgen Zhuk verwandelte in der 52. Minute vom Siebenmeterpunkt zum 29:29-Ausgleich.

Von nun an entwickelte sich ein echter Kampf um jeden Ball. Die Spannung in der Kirchzeller Abwehr stimmte, und auch die Halle war spätestens jetzt voll da. Jannik Wolf übernahm in der Schlussphase viel Verantwortung und hielt den Odenwaldexpress mit wichtigen Treffern im Spiel. Beim 30:30 und später beim 33:34 blieb Kirchzell den Panthern dicht auf den Fersen.

Als Joe Ballmann in der 59. Minute zum 35:33 für die Gäste traf, wurde es richtig eng. Bei 58:44 Minuten nahm der TVK seine Auszeit. Joshua Osifo verkürzte auf 34:35, worauf die Panther bei 59:23 Minuten ihrerseits die letzte Auszeit nahmen.

Noch 37 Sekunden waren zu spielen – und Kirchzell warf noch einmal alles hinein. Der TVK bekam tatsächlich die Gelegenheit zum letzten Angriff. Mit der Schlusssirene landete der Ball durch Joshua Osifo im Tor. 35:35! Die Dreifachsporthalle stand Kopf, während die Kirchzeller den in letzter Sekunde erkämpften Punkt feierten.

Am Ende steht ein Unentschieden, das angesichts des Spielverlaufs vor allem eines zeigt: Der TVK ließ sich weder vom zwischenzeitlichen Rückstand noch von schwierigen Phasen aus der Partie werfen. Nach dem 24:27 kämpfte sich die Mannschaft zurück und belohnte sich buchstäblich mit der letzten Aktion des Abends.

TV Kirchzell will Heimserie gegen die Bergischen Panther fortsetzen

Nach dem deutlichen 36:25-Auswärtserfolg beim HV Vallendar wartet auf den TV Kirchzell am kommenden Samstag die nächste Herausforderung in der 3. Liga Süd-West. Um 19:30 Uhr empfängt der Odenwaldexpress die Bergischen Panther in der Dreifachsporthalle Miltenberg. Mit dem Selbstvertrauen aus den vergangenen Spielen und der Unterstützung der eigenen Zuschauer möchte der TVK seinen positiven Lauf fortsetzen und die bisherige Heimserie ausbauen.

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Starke zweite Halbzeit beschert TVK deutlichen Auswärtssieg

Der TV Kirchzell hat seinen positiven Lauf in der 3. Liga Süd-West fortgesetzt. Beim HV Vallendar setzte sich der Odenwaldexpress nach einer lange ausgeglichenen ersten Hälfte am Ende deutlich mit 36:25 (15:14) durch. Grundlage für den Auswärtserfolg war vor allem eine starke zweite Halbzeit, in der sich der TVK nach dem 17:17 entscheidend absetzen konnte.

Dass das Endergebnis am Ende so deutlich ausfallen würde, war über weite Strecken der ersten Hälfte nicht abzusehen. Vallendar erwischte den etwas besseren Start und legte zunächst immer wieder vor. Kirchzell blieb jedoch dran und ließ die Gastgeber nie weiter davonziehen. Über 3:3, 6:6 und 9:9 entwickelte sich eine völlig offene Begegnung.

Auch eine zwischenzeitliche 10:9-Führung der Gastgeber brachte den TVK nicht aus der Ruhe. Mit vier Treffern von Mario Stark innerhalb weniger Minuten übernahm Kirchzell beim 10:10 zunächst wieder das Kommando und legte anschließend zum 13:11 vor. Vallendar blieb allerdings hartnäckig und glich kurz vor der Pause noch einmal zum 14:14 aus. Praktisch mit der Halbzeitsirene war es Jannik Wolf, der den TVK mit seinem Treffer zum 15:14 doch noch mit einer knappen Führung in die Kabine schickte.

„Wir wussten, dass Vallendar mit jedem Gegner mithalten kann und dass wir irgendwann unsere Chance bekommen würden, uns mit ein paar Toren abzusetzen“, erklärte TVK-Trainer Povilas Babarskas nach der Partie. Bereits gegen Ende der ersten Hälfte habe seine Mannschaft eine solche Gelegenheit gehabt, diese aufgrund einiger vergebener Möglichkeiten aber noch nicht nutzen können.

Nach dem Seitenwechsel blieb Vallendar zunächst dran. Niklas Ihmer traf zum 16:14, doch die Gastgeber antworteten mit zwei Treffern und stellten auf 16:16. Wenig später fiel beim 17:17 erneut der Ausgleich – es sollte das letzte Mal an diesem Abend sein, dass beide Mannschaften gleichauf lagen.

Denn nun folgte die stärkste Phase des TVK. Levgen Zhuk traf zweimal, Lasse Becker legte nach und Tom Spieß erhöhte mit einem Doppelpack auf 22:17. Innerhalb weniger Minuten hatte sich Kirchzell erstmals einen komfortablen Vorsprung erarbeitet.

„Da hatten wir einige Ballgewinne, Löffelmann hat ein paar Bälle gehalten und wir konnten mit vier, fünf Toren weggehen“, beschrieb Babarskas die entscheidende Phase. Mit der Führung im Rücken sei anschließend auch der Druck etwas abgefallen und seine Mannschaft habe zunehmend befreiter aufspielen können.

Vallendar versuchte noch einmal gegenzuhalten und verkürzte auf 18:22, doch der TVK ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Jannik Wolf, Joshua Osifo, Niklas Ihmer und Levgen Zhuk sorgten dafür, dass Kirchzell die Gastgeber auf Distanz hielt. Beim 26:20 war der Vorsprung bereits auf sechs Treffer angewachsen.

In der Schlussphase wurde es schließlich deutlich. Der TVK nutzte seine Möglichkeiten konsequent und setzte sich über 30:22 und 33:22 immer weiter ab. Dabei verteilte sich die Verantwortung auf viele Schultern. Selbst Torhüter Joshua Löffelmann trug sich beim 32:22 in die Torschützenliste ein. Den Schlusspunkt setzte Vadym Oskilko praktisch mit der Sirene zum 36:25-Endstand.

Zufrieden zeigte sich Babarskas insbesondere mit der Konzentration seiner Mannschaft. Vallendar agierte über weite Strecken mit sieben Feldspielern und stellte die Kirchzeller Defensive damit vor eine besondere Aufgabe. „Das ist nicht einfach zu verteidigen. Wir haben uns aber mehr oder weniger an unseren Matchplan gehalten“, bilanzierte der Trainer. Auch mit der Leistung seiner Torhüter zeigte sich Babarskas sehr zufrieden.

Vor allem wollte der TVK-Coach den Erfolg jedoch nicht an einzelnen Spielern festmachen: „Das war eine volle Mannschaftsleistung. Jeder hat für den Sieg alles gegeben.“

So stand nach 60 Minuten ein Ergebnis auf der Anzeigetafel, das nach der ausgeglichenen ersten Hälfte kaum zu erwarten gewesen war. 21:11 gewann Kirchzell den zweiten Durchgang und machte aus der knappen 15:14-Pausenführung einen souveränen 36:25-Auswärtssieg.

Damit kann der TVK seinen positiven Lauf fortsetzen und mit weiterem Selbstvertrauen in die kommende Trainingswoche gehen. Lange ausruhen kann sich der Odenwaldexpress auf dem deutlichen Auswärtserfolg allerdings nicht: Bereits am Samstag, 10. Oktober, um 19:30 Uhr wartet die nächste Aufgabe. Dann empfängt der TV Kirchzell die Bergischen Panther in der Dreifachsporthalle Miltenberg. Dort soll der zuletzt eingeschlagene Weg vor heimischem Publikum fortgesetzt werden.

Mit Rückenwind nach Vallendar – TVK will auswärts nachlegen

Nach dem umkämpften Heimsieg gegen die TSG Münster wartet auf den TV Kirchzell am Samstag, 3. Oktober, um 18 Uhr die nächste Aufgabe in der 3. Liga Süd-West. Der Odenwaldexpress gastiert beim HV Vallendar in der Konrad-Adenauer-Halle. Auf dem Papier trifft der Tabellenachte auf den Tabellenfünfzehnten – doch gerade von dieser Konstellation will sich der TVK nicht täuschen lassen.

Mit 5:5 Punkten steht Kirchzell nach fünf Spielen auf Rang acht. Der Aufsteiger aus Vallendar hat bislang 2:8 Punktegesammelt und belegt Platz 15. Der Blick auf die Tabelle erzählt für TVK-Trainer Povilas Babarskas allerdings nur einen Teil der Geschichte. Vallendar habe unter anderem gegen Hanau und Krefeld lange mithalten können und bereits gezeigt, dass die Mannschaft in dieser Liga keineswegs zu unterschätzen ist.

Münster-Sieg als weiterer Schritt nach vorne

Mut macht dem TVK vor allem die Entwicklung aus dem vergangenen Heimspiel. Auch gegen Münster gab es nach der Pause eine Phase, in der Kirchzell etwas von seiner Linie abkam. Im Gegensatz zu den Spielen zuvor fiel diese jedoch deutlich kürzer aus. Die Mannschaft fing sich, fand zurück ins Spiel und konnte die Partie schließlich noch drehen.

Babarskas möchte diese Phasen ohnehin nicht größer machen, als sie sind. Gute und schlechte Abschnitte gebe es bei jeder Mannschaft. Entscheidend sei vielmehr, dass die schwächeren Phasen immer kürzer werden. Gegen Münster war genau diese Entwicklung zu erkennen.

Besonders zufrieden zeigte sich der Trainer mit der Konzentration seiner Mannschaft. Der TVK leistete sich nur wenige technische Fehler – so wenige wie schon lange nicht mehr. Genau diese Konsequenz soll nun auch auswärts auf die Platte gebracht werden. Verbesserungspotenzial sieht Babarskas dagegen weiterhin bei der Chancenverwertung. Kirchzell erspielt sich regelmäßig sehr gute und teilweise völlig freie Möglichkeiten, lässt davon aber noch zu viele ungenutzt.

Unangenehme Aufgabe gegen den Aufsteiger

Vallendar beschreibt Babarskas als interessante Mannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Eine Besonderheit erwartet den TVK dabei vor allem im Angriffsspiel der Gastgeber. Vallendar agiert über weite Strecken mit sieben Feldspielern und setzt konsequent auf das 7-gegen-6.

Das verlangt der Kirchzeller Defensive viel Laufarbeit und hohe Aufmerksamkeit ab. Gleichzeitig könnten sich nach Ballgewinnen Möglichkeiten ergeben, das verwaiste gegnerische Tor zu nutzen. Babarskas erwartet deshalb auch von seinen Torhütern eine wichtige Rolle, wenn Vallendar sich durch die Überzahl freie Abschlussmöglichkeiten erspielt.

Volle Konzentration über 60 Minuten

Dass sich der TVK in den vergangenen Jahren ausgerechnet gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen immer wieder schwertat, ist auch innerhalb der Mannschaft ein Thema. Babarskas und sein Team haben darüber gesprochen und mit Videomaterial gearbeitet. Für den Trainer liegt ein Schlüssel dabei in der Konzentration.

Gerade auswärts müsse seine Mannschaft noch einmal ein paar Prozent drauflegen. Während zu Hause die eigene Halle, Familien und Fans zusätzlichen Rückenwind geben, wartet in fremder Halle eine andere Atmosphäre. Dort gilt es, unabhängig von Tabellenplatz und Spielstand die eigene Leistung über die gesamten 60 Minuten abzurufen.

Für Babarskas steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: Er will eine Mannschaft sehen, die alles investiert. Im Sport könne man auch nach einer guten Leistung einmal mit einem oder zwei Toren verlieren. Entscheidend sei aber, dass Einsatz und Konzentration stimmen.

Nach dem Erfolg gegen Münster bietet sich dem Odenwaldexpress nun die Gelegenheit, den nächsten Schritt zu machen. Die Schwächephasen werden kürzer, die Stabilität wächst – jetzt soll diese Entwicklung auch auswärts sichtbar werden. Vallendar dürfte dem TVK dabei allerdings alles abverlangen.