TV 1908 Kirchzell

TV Kirchzell behält im Krimi gegen Münster die Nerven

Der TV Kirchzell hat sich in einem bis zur letzten Sekunde spannenden Heimspiel gegen die TSG Münster mit 30:29 (13:13) durchgesetzt. Nach einer über weite Strecken völlig ausgeglichenen Partie geriet der TVK in der zweiten Hälfte zunächst mit drei Toren ins Hintertreffen, kämpfte sich jedoch zurück und entschied die Begegnung in einer hochdramatischen Schlussphase für sich. Einen großen Anteil am Erfolg hatte Torhüter Joshua Löffelmann, der mit zahlreichen Paraden immer wieder zur Stelle war.

Von Beginn an entwickelte sich die erwartet umkämpfte Begegnung. Tom Spieß und Mario Stark sorgten für einen guten Start des TVK, der nach wenigen Minuten mit 4:2 vorne lag. Münster ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und stellte beim 4:4 erstmals wieder den Gleichstand her. In der Folge wechselten sich beide Mannschaften mit kleinen Vorteilen ab.

Kirchzell erspielte sich im Angriff immer wieder gute Möglichkeiten, ließ aber auch Chancen liegen. Besonders vom Siebenmeterstrich blieb einiges liegen. Auf der anderen Seite war es vor allem Patrick Weber, der im Münsteraner Angriff viel Verantwortung übernahm. Mehrfach verhinderte Löffelmann mit starken Paraden einen größeren Rückstand seiner Mannschaft.

Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie intensiver. Beim 10:11 nahm Münster die erste Auszeit, wenig später glich Mario Stark zum 11:11 aus. Auch danach konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Über 12:12 ging es schließlich mit einem leistungsgerechten 13:13 in die Halbzeitpause.

Münster legt vor – Kirchzell kämpft sich zurück

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste zunächst den besseren Start. Münster setzte sich über 14:16 und 14:17 erstmals deutlicher ab. Auch beim 16:19 lag der TVK noch mit drei Treffern zurück. Doch genau in dieser Phase zeigte Kirchzell Moral.

Tom Spieß verwandelte einen wichtigen Siebenmeter, anschließend traf Mario Stark vom Kreis zum 18:19. Nachdem Münster den Ball verlor, erzielte Lasse Becker in der 43. Minute den 19:19-Ausgleich. Innerhalb weniger Minuten hatte der TVK den Rückstand vollständig aufgeholt und die Halle war wieder voll da.

Nach der Münsteraner Auszeit blieb Löffelmann erneut Sieger gegen den Gästeangriff. Zwar legte die TSG noch einmal zum 19:20 vor, doch Levgen Zhuk antwortete zum 20:20. Nach einer TVK-Auszeit brachte Zhuk seine Mannschaft beim 21:20 wieder in Führung – und hinten setzte Löffelmann seine starke Vorstellung mit der nächsten Parade fort.

Ein Tor entscheidet den Krimi

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich ein echter Schlagabtausch. Münster glich zum 21:21 aus, Anton Bayer stellte auf 22:21. Über 22:22, 23:23 und 24:24 blieb die Partie völlig offen. Tim Häufglöckner traf zum 25:24, Weber antwortete erneut für Münster. Zhuk sorgte für das 26:25, doch auch darauf hatten die Gäste eine Antwort.

In der 56. Minute holte Mario Stark einen wichtigen Siebenmeter heraus, den Tom Spieß zum 27:26 verwandelte. Münster glich erneut aus. Kurz darauf musste Lennart Liebeck nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld. Niklas Ihmer nutzte die folgende Phase und kämpfte sich zum umjubelten 28:27 durch. Doch selbst das war noch nicht die Entscheidung: Kenneth Fuhrig stellte in der 59. Minute wieder auf 28:28.

Jetzt hielt es kaum noch jemanden auf den Plätzen. Die Halle stand, als Lasse Becker in der 59. Minute das 29:28 erzielte. Münster nahm die Auszeit und setzte im folgenden Angriff erneut auf Weber – doch dessen Wurf fand diesmal nicht den Weg ins Tor.

Kirchzell bekam damit die Chance zur Entscheidung. Nach der eigenen Auszeit übernahm Tom Spieß Verantwortung und traf in der 60. Minute zum 30:28. Die TSG konnte in den letzten Sekunden nur noch auf 30:29 verkürzen.

Dann war Schluss – und der Jubel in der Halle entsprechend groß.

Mit dem 30:29-Heimsieg belohnte sich der TV Kirchzell für eine kämpferisch starke Vorstellung. Besonders bemerkenswert war die Reaktion nach dem Drei-Tore-Rückstand in der zweiten Halbzeit. Der TVK blieb ruhig, kämpfte sich zurück und behielt in einer Schlussphase, in der praktisch jeder Angriff über Sieg oder Niederlage entscheiden konnte, die Nerven.

Ein entscheidender Faktor war dabei Joshua Löffelmann: Der TVK-Keeper hielt seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel und war insbesondere in der zweiten Hälfte und in der engen Schlussphase mehrfach zur Stelle. So stand am Ende eines echten Handballkrimis ein knapper, aber umso umjubelter 30:29-Erfolg für den Odenwaldexpress.

90 Prozent werden nicht reichen – TVK empfängt ungeschlagene TSG Münster

Nach dem Punktgewinn gegen die SG Leutershausen wartet auf den TV Kirchzell bereits die nächste anspruchsvolle Aufgabe vor heimischem Publikum. Am Samstag, 26. September, empfängt der Odenwaldexpress um 19.30 Uhr die TSG Münster in der Dreifachsporthalle Miltenberg-Nord. Die Gäste sind mit 7:1 Punkten noch ungeschlagen und reisen entsprechend selbstbewusst nach Miltenberg.

Der TVK zeigte zuletzt beim Unentschieden gegen Leutershausen wieder ein deutlich anderes Gesicht als bei den beiden vorangegangenen Auswärtsspielen. Trainer Povilas Babarskas sah dabei in beiden Bereichen Fortschritte. „Gegen Leutershausen haben wir schon viele gute Sachen gemacht, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff“, sagt der Kirchzeller Coach. Dass dabei nicht alles fehlerfrei lief, sei völlig normal.

Ein Thema zieht sich allerdings durch die vergangenen Begegnungen: die Phasen unmittelbar nach der Halbzeit. Auch gegen Leutershausen hatte sich Kirchzell vor der Pause ein Polster erarbeitet, geriet anschließend aber wieder stärker unter Druck. Babarskas sieht einen möglichen Grund im hohen Aufwand, den seine Mannschaft zuvor betreibt. „Die Spieler haben in der ersten Halbzeit sehr, sehr viel investiert. Danach sind es vielleicht nicht mehr 100 Prozent, sondern nur noch 90 Prozent.“ Gegen Mannschaften mit der Qualität von Leutershausen oder Münster sei genau das zu wenig.

Entsprechend wird es am Samstag darauf ankommen, die eigene Leistung möglichst über die gesamten 60 Minuten auf die Platte zu bringen. Denn Münster hat in den ersten vier Saisonspielen noch keine Niederlage hinnehmen müssen und steht mit 7:1 Punkten auf Rang fünf. Kirchzell geht mit 3:5 Punkten als Tabellenelfter in die Partie.

Babarskas erwartet einen Gegner, der nicht nur von einzelnen Spielern lebt. Münster habe sich verstärkt, sei auf allen Positionen doppelt besetzt und verfüge über mehrere Akteure, die Situationen mit ihrer individuellen Qualität entscheiden können. Für den TVK wartet damit die nächste echte Herausforderung in der noch jungen Saison.

Weber als besondere Qualität

Mit Patrick Weber verfügt Münster über einen der gefährlichsten Akteure der Liga, der dem TVK auch in der Vergangenheit bereits einige Probleme bereitet hat. Gerade seine Fähigkeit, auch aus schwierigen Situationen heraus zum Abschluss zu kommen, macht ihn so gefährlich. „Manchmal ist der Angriff eigentlich schon tot, dann nimmt er den Ball und haut ihn aus elf Metern in den Winkel“, beschreibt Babarskas seine Qualitäten. Gleichzeitig warnt der TVK-Coach davor, Münster nur auf Weber zu reduzieren. Die TSG verfügt über mehrere Spieler mit hoher individueller Qualität und ist auf allen Positionen stark besetzt.

Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter der personellen Situation beim Odenwaldexpress. Unter der Woche hatte eine kleinere Krankheitswelle Teile der Mannschaft erwischt. Babarskas hofft, dass sich die Situation bis zum Anpfiff entspannt und ihm am Samstag möglichst alle Spieler zur Verfügung stehen.

Kopf oben behalten – auch wenn es schwierig wird

Trotz der Qualität des Gegners will sich Kirchzell in eigener Halle keineswegs verstecken. Gerade das Spiel gegen Leutershausen hat gezeigt, welche Energie die Mannschaft gemeinsam mit den Zuschauern in Miltenberg entwickeln kann. Und Babarskas weiß, dass gegen Münster vermutlich auch Phasen kommen werden, in denen nicht alles funktioniert.

Dann soll seine Mannschaft genau das vermeiden, was ihr zuletzt teilweise Probleme bereitet hat: nachzulassen oder den Glauben zu verlieren. „Wir spielen zu Hause, vor unseren Zuschauern. Auch wenn es schlechtere Phasen gibt, dürfen wir nie den Kopf hängen lassen. Wir müssen den Kopf oben behalten und alles geben. Nach 60 Minuten werden wir sehen, wofür es gereicht hat.“

Für den Odenwaldexpress ist damit klar: Gegen einen bislang ungeschlagenen und individuell stark besetzten Gegner wird es eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit brauchen. Mit den eigenen Zuschauern im Rücken will der TVK alles investieren, um die nächsten Punkte in Miltenberg zu behalten.

Anpfiff ist am Samstag, 26. September, um 19.30 Uhr in der Dreifachsporthalle Miltenberg-Nord.

TV Kirchzell und Leutershausen teilen sich die Punkte nach packendem 29:29

Der TV Kirchzell hat sich in einem umkämpften Heimspiel gegen die Saase3 Leutershausen Handball einen Punkt gesichert. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer 20:16-Pausenführung musste der TVK im zweiten Durchgang die Gäste wieder herankommen lassen. In einer spannenden Schlussphase hatte Saase3 Leutershausen Handball zwischenzeitlich die Nase vorne, ehe sich beide Mannschaften am Ende mit einem 29:29-Unentschieden trennten. Besonders TVK-Torhüter Joshua Löffelmann wurde mit zahlreichen Paraden zu einem wichtigen Faktor.

Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Niklas Ihmer eröffnete für Kirchzell zum 1:0, anschließend wechselten die Treffer beinahe im Minutentakt. Joshua Osifo erwischte einen guten Start und erzielte früh mehrere Tore, während auf Seiten der Gäste vor allem Maximilian Kessler immer wieder erfolgreich war. Bis zum 11:11 in der 17. Minute konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen.

Dann gelang dem TVK die erste stärkere Phase. Julius Mattern traf zunächst zum 11:11 und brachte Kirchzell nach einem Ballgewinn beim 12:11 wieder in Führung. Die Abwehr arbeitete nun konsequenter, dahinter war Löffelmann mehrfach zur Stelle. Mattern legte zum 13:11 nach, Tim Häufglöckner erhöhte nach einem Tempogegenstoß auf 14:11. Saase3 Leutershausen Handball reagierte mit einer Auszeit.

Auch danach behauptete der TVK seinen Vorsprung. Jannik Wolf setzte sich am Kreis zum 17:15 durch, Levgen Zhuk verwandelte einen Siebenmeter zum 18:16. Eine wichtige Szene folgte in der 28. Minute: Kirchzell musste nach einer Zeitstrafe gegen Tom Spieß in Unterzahl agieren, Saase3 Leutershausen Handball erhielt einen Siebenmeter – doch Löffelmann parierte gegen Stefan Salger und entschärfte kurz darauf auch den nächsten Abschluss der Gäste.

In den letzten Minuten vor der Pause baute Kirchzell seinen Vorsprung noch einmal aus. Mit zwei Treffern kurz vor der Sirene ging der Odenwaldexpress schließlich mit einer verdienten 20:16-Führung in die Kabine.

Saase3 Leutershausen Handball kämpft sich zurück

Nach Wiederbeginn war zunächst erneut Löffelmann zur Stelle. Doch offensiv kam der TVK nicht mehr so konsequent zum Zug wie noch in der ersten Hälfte. Kessler und Niklas Krämer verkürzten innerhalb kurzer Zeit auf 20:18. Jannik Wolf sorgte vom Kreis für das 21:18, Sven Schreiber antwortete zum 21:19.

Zusätzlich musste Kirchzell einen Rückschlag verkraften: Tom Spieß erhielt nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte. Einen Siebenmeter konnte der TVK anschließend nicht nutzen, und Saase3 Leutershausen Handball arbeitete sich Tor um Tor heran. Salger verkürzte auf 21:20, wenig später fiel der 21:21-Ausgleich. Nach der Kirchzeller Auszeit drehten die Gäste die Partie und gingen mit 22:21 in Führung. Ein weiterer Siebenmeter von Salger bedeutete das 23:21.

Doch Kirchzell ließ sich davon nicht abschütteln. Ihmer verkürzte per Siebenmeter, Julius Mattern stellte in der 41. Minute auf 23:23. Nun nahm Saase3 Leutershausen Handball die Auszeit. Löffelmann verhinderte anschließend mit einer weiteren Parade einen erneuten Rückstand.

Offene Schlussphase mit dramatischen letzten Minuten

In der 46. Minute brachte Jannik Wolf den TVK mit 24:23 wieder nach vorne. Löffelmann parierte erneut und Osifo nutzte den folgenden Angriff zum 25:23. Saase3 Leutershausen Handball blieb jedoch dran und verkürzte per Siebenmeter auf 25:24.

Nach dem 25:25-Ausgleich musste auch Saase3 Leutershausen Handball eine Disqualifikation nach der dritten Zeitstrafe hinnehmen. Kirchzell nutzte die Überzahl: Häufglöckner traf zum 26:25 und Mattern erhöhte in der 53. Minute auf 27:25. Doch auch dieser Vorsprung brachte noch keine Entscheidung. Leutershausen verkürzte, ehe Ihmer einen weiteren Siebenmeter zum 28:26 verwandelte.

Die Gäste kämpften sich erneut zurück. Sven Schreiber traf zum 28:27 und Lukas Gutsche stellte drei Minuten vor dem Ende auf 28:28. Nach einem Kirchzeller Fehlwurf brachte Tim Burkard Saase3 Leutershausen Handball in der 58. Minute sogar mit 29:28 in Führung.

Doch der TVK hatte die passende Antwort: Niklas Ihmer erzielte noch in derselben Minute den 29:29-Ausgleich.

Die Schlussminute wurde noch einmal zur Nervensache. Kirchzell kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe und musste die entscheidenden Sekunden in Unterzahl bestreiten. Dann rückte erneut Löffelmann in den Mittelpunkt: Der TVK-Keeper parierte den Leutershausener Abschluss und hielt seiner Mannschaft damit die Chance auf einen Punkt fest. 33 Sekunden vor Schluss nahm Kirchzell noch einmal die Auszeit. Ein weiterer Treffer gelang jedoch keiner Mannschaft mehr.

So stand nach 60 intensiven Minuten ein 29:29-Unentschieden auf der Anzeigetafel. Für den TVK dürfte sich der Punkt angesichts der zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung zur Pause einerseits etwas zu wenig anfühlen. Andererseits bewies die Mannschaft in einer schwierigen zweiten Hälfte Moral, kämpfte sich nach dem späten Rückstand zurück und verteidigte den Punkt in Unterzahl – mit einem starken Joshua Löffelmann als Rückhalt zwischen den Pfosten.

Heimspiel gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten: TVK empfängt Leutershausen

Nach zwei Auswärtsspielen in Folge kehrt der TV Kirchzell am Samstagabend in die heimische Dreifachsporthalle Miltenberg zurück. Um 19:30 Uhr empfängt der TVK mit Saase3 Leutershausen Handball eine Mannschaft, die einen perfekten Start in die neue Saison hingelegt hat. Drei Spiele, drei Siege und 6:0 Punkte – die nächste anspruchsvolle Aufgabe für den Odenwaldexpress.

Die Ausgangslage vor dem vierten Spieltag ist klar: Kirchzell steht mit 2:4 Punkten auf dem elften Tabellenplatz. Nach dem gelungenen Saisonauftakt und dem 34:31-Heimsieg gegen den TuS 82 Opladen folgten zwei Niederlagen in der Fremde. Beim Titelaspiranten TV Gelnhausen musste sich der TVK deutlich mit 22:36 geschlagen geben, zuletzt unterlag die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas der HLZ Friesenheim-Hochdorf II mit 26:33.

Nun wartet mit Leutershausen direkt der nächste Hochkaräter. Die Gäste stehen nach drei Spieltagen mit 6:0 Punkten auf Tabellenplatz zwei. Zum Auftakt setzte sich Leutershausen mit 36:26 gegen den HV Vallendar durch, anschließend folgte ein 39:35 bei den Bergischen Panthern. Am vergangenen Wochenende bewies die Mannschaft, dass sie auch anders gewinnen kann: Beim TuS 82 Opladen reichten 23 Treffer zu einem knappen 23:21-Auswärtserfolg.

Gerade diese unterschiedlichen Spielverläufe zeigen, welche Qualität am Samstag nach Miltenberg kommt. Auch Babarskas hebt vor allem die Erfahrung des Gegners hervor. „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft. Ich glaube, vom Altersdurchschnitt her ist es eine der erfahrensten Mannschaften in unserer Staffel“, sagt der TVK-Trainer. Auf nahezu jeder Position verfüge Leutershausen über Spieler, die bereits seit längerer Zeit auf hohem Drittliga-Niveau unterwegs seien. „Ob Außen, Kreis oder Rückraum – sie sind auf jeder Position sehr gut besetzt.“

Dass Leutershausen einmal fast 40 Tore benötigt und eine Woche später mit lediglich 23 Treffern gewinnt, misst Babarskas keine übermäßige Bedeutung bei. Jedes Spiel entwickle sich anders, Gegner analysierten sich gegenseitig und passten sowohl Angriff als auch Abwehr entsprechend an. Am Ende zähle vor allem eines: einen Weg zu finden, das Spiel zu gewinnen.

Genau diesen Weg möchte am Samstag auch der TVK finden. Und dabei soll die Rückkehr nach Miltenberg helfen. Bereits vor der Saison hatte sich die Mannschaft vorgenommen, es in der eigenen Halle jedem Gegner so schwer wie möglich zu machen. „Das ist unsere Halle, das sind unsere Fans, die immer super mitmachen und für Atmosphäre sorgen“, betont Babarskas. Diese Unterstützung könne der eigenen Mannschaft den zusätzlichen Schub geben und gleichzeitig Druck auf den Gegner ausüben.

Gerade gegen eine Mannschaft wie Leutershausen müsse dafür vieles zusammenpassen. Babarskas nimmt dabei nicht nur seine Spieler in die Pflicht: „Fans, Mannschaft, Trainer und Betreuer – wir müssen alle zusammen für ein Ziel arbeiten.“ Gleichzeitig ist für ihn entscheidend, auch dann nicht die Köpfe hängen zu lassen, wenn während der Partie einmal nicht alles nach Plan läuft.

Die Favoritenrolle mag aufgrund des Saisonstarts bei den Gästen liegen, doch der TVK möchte sich davon nicht beeindrucken lassen. In der eigenen Halle soll Leutershausen von Beginn an spüren, dass die Punkte keineswegs bereits vergeben sind. Oder, wie Babarskas es auf eine einfache Formel bringt: „Jedes Spiel fängt bei 0:0 an. Man muss daran glauben, dass man es schaffen kann.“

Am Samstagabend bietet sich die nächste Gelegenheit dazu – mit einer Mannschaft auf der Platte und den Kirchzeller Fans auf den Rängen, die gemeinsam dafür sorgen wollen, dass es für den ungeschlagenen Tabellenzweiten in Miltenberg so unbequem wie möglich wird.

Anpfiff ist am Samstag, 19. September, um 19:30 Uhr in der Dreifachsporthalle Miltenberg.

Kurze Schwächephase bringt TVK in Hochdorf um den Lohn

Der TV Kirchzell musste sich am Samstag bei der HLZ Friesenheim/Hochdorf II mit 26:33 (13:13) geschlagen geben. Dabei spiegelt das Endergebnis den Spielverlauf nur bedingt wider. Vor allem in der ersten Halbzeit begegnete der TVK den Gastgebern auf Augenhöhe. Erst eine schwache Phase nach dem Seitenwechsel brachte den Odenwaldexpress entscheidend ins Hintertreffen.

Die Partie begann für den TVK denkbar ungünstig. Bereits nach 33 Sekunden musste Kirchzell die erste Zeitstrafe hinnehmen, Hochdorf nutzte den Start und ging mit 2:0 in Führung. Tim Häufglöckner erzielte nach knapp vier Minuten den ersten Kirchzeller Treffer. In der Folge fand der TVK zunehmend besser in die Begegnung. Über Levgen Zhuk und Niklas Ihmer gelang beim 3:3 erstmals der Ausgleich.

Hochdorf legte zwar weiterhin vor und setzte sich zwischenzeitlich auf 8:4 ab, doch Kirchzell ließ sich davon nicht abschütteln. Häufglöckner, Zhuk und Ihmer sorgten dafür, dass der Rückstand Stück für Stück schmolz. Nach gut 16 Minuten stellte Zhuk auf 8:8, wenig später brachte Jannik Wolf den TVK beim 9:8 erstmals in Führung.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Nach dem 10:10 durch Häufglöckner wechselte die Führung mehrfach. Zwei Treffer von Ihmer brachten Kirchzell beim 12:11 erneut nach vorne. Kurz vor der Pause gelang Hochdorf zwar das 13:12, doch praktisch mit der Halbzeitsirene traf Joshua Osifo zum 13:13.

Trainer Povilas Babarskas sah trotz einiger technischer Fehler eine ordentliche erste Hälfte seiner Mannschaft. Der TVK war im Spiel, hielt kämpferisch dagegen und stand auch defensiv über weite Strecken stabil. Umso ärgerlicher war, was unmittelbar nach dem Seitenwechsel folgte.

Zunächst deutete wenig auf einen deutlichen Ausgang hin. Hochdorf erzielte das 14:13, Zhuk antwortete umgehend zum 14:14. Danach geriet das Kirchzeller Spiel jedoch aus dem Rhythmus. Innerhalb von weniger als acht Minuten erzielten die Gastgeber sechs Treffer in Folge und zogen auf 20:14 davon.

Es war eine jener Phasen, die Babarskas im Anschluss an die Partie ansprach. Über weite Strecken zeigte seine Mannschaft eine ordentliche Leistung, konnte diese nach der Pause jedoch für einige Minuten nicht aufrechterhalten. Einige technische Fehler ermöglichten Hochdorf einfache Tore und brachten den TVK zunehmend aus dem Rhythmus.

„Wir haben sechs, sieben, acht oder neun Minuten eine schlechte Phase und schenken dem Gegner einfache Bälle“, fasste der Trainer die Problematik zusammen. Genau solche Phasen müsse seine Mannschaft künftig besser überstehen.

Kirchzell versuchte anschließend, wieder Stabilität in die Partie zu bekommen. Jannik Wolf traf dreimal innerhalb weniger Minuten, dennoch konnte Hochdorf seinen Vorsprung weiter ausbauen. Nach dem 23:17 durch Wolf in der 44. Minute erhöhten die Gastgeber auf 26:18. Spätestens jetzt wurde es für den TVK schwer, noch einmal entscheidend zurückzukommen.

Hinzu kamen zwei Zeitstrafen gegen Levgen Zhuk in der zweiten Hälfte. Trotzdem gab sich Kirchzell nicht auf. Ihmer, Zhuk, Osifo und Tom Spieß hielten dagegen, doch näher als auf sechs Treffer kam der TVK nicht mehr heran. In der Schlussphase setzte sich Hochdorf nochmals ab und führte beim 33:24 erstmals mit neun Toren. Osifo betrieb mit drei Treffern in den letzten knapp zwei Minuten noch Ergebniskosmetik und stellte den 26:33-Endstand her.

Trotz der zweiten Niederlage in Folge wollte Babarskas die Gesamtleistung seiner Mannschaft nicht grundsätzlich schlechtreden. Gerade kämpferisch habe die Mannschaft erneut viel investiert. Vielmehr müsse es darum gehen, in schwierigen Situationen konzentriert zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und nicht nach mehreren Fehlern ins Grübeln zu geraten.

Denn dass der TVK mithalten kann, zeigte die erste Halbzeit deutlich. Was momentan fehlt, ist die Konstanz über die gesamte Spielzeit. Schon wenige schwache Minuten reichen in der 3. Liga aus, um eine ausgeglichene Begegnung kippen zu lassen.

Genau daran gilt es nun zu arbeiten: schlechte Phasen gemeinsam überstehen, wieder schneller Sicherheit ins eigene Spiel bekommen und verhindern, dass aus zwei oder drei Fehlern ein Lauf des Gegners entsteht. Dann soll aus guten 50 Minuten möglichst bald wieder eine Leistung über die vollen 60 Minuten werden.

TVK will in Hochdorf die richtige Antwort geben

Nach zwei völlig unterschiedlichen Auftritten zum Start in die neue Drittliga-Saison wartet auf den TV Kirchzell am Samstag die nächste Aufgabe. Um 19 Uhr gastiert der Odenwaldexpress bei der HLZ Friesenheim/Hochdorf II im Sportzentrum TV Hochdorf. Nach dem gelungenen Auftakt gegen den TuS 82 Opladen und der deutlichen Niederlage beim TV Gelnhausen will der TVK vor allem eines zeigen: eine Reaktion.

Die Partie in Gelnhausen hatte sich die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas ganz anders vorgestellt. Beim 22:36 gegen einen der stärksten Kader der Liga fand Kirchzell nach den Anfangsminuten nicht mehr richtig in die Begegnung. Entsprechend deutlich fiel die Aufarbeitung zu Beginn der neuen Trainingswoche aus.

„Die Enttäuschung war bei den Spielern, bei mir und sicherlich auch bei unseren Zuschauern da“, sagt Babarskas. Mit deutlich höheren Erwartungen sei man nach Gelnhausen gefahren. Gemeinsam wurde gesprochen, analysiert und das Spiel noch einmal auf Video betrachtet. Dass die ersten Trainingstage dabei nicht unbedingt angenehm waren, macht der TVK-Coach keinen Hehl daraus. Doch genau das gehöre zum Sport dazu. Entscheidend sei nun, aus den Fehlern zu lernen.

Dabei macht Babarskas die Probleme nicht an einem einzelnen Punkt fest. „Wir müssen eigentlich alles besser machen“, bringt es der Trainer auf den Punkt. Gleichzeitig weiß er, dass seine Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen kann. Noch beim erfolgreichen Saisonauftakt gegen Opladen hatte der TVK mit Kampfgeist, Konzentration und einer stabilen Abwehr überzeugen können.

Nun wartet mit Friesenheim/Hochdorf II eine Mannschaft, die nach zwei Spieltagen genau wie der TVK bei 2:2 Punkten steht. Die Gastgeber belegen mit 54:61 Toren derzeit den achten Tabellenplatz, Kirchzell folgt mit 56:67 Treffern auf Rang zehn. Zu diesem frühen Zeitpunkt besitzt die Tabelle zwar nur begrenzte Aussagekraft, dennoch deutet einiges auf eine Begegnung zweier Mannschaften hin, die sich am Samstag einiges ausrechnen werden.

Babarskas erwartet dabei eine junge und talentierte Mannschaft. Einige Akteure verfügen bereits über Erfahrung in der 2. Bundesliga oder kommen dort immer wieder zum Einsatz. Gerade bei einer zweiten Mannschaft bringt das für die Vorbereitung eine zusätzliche Unbekannte mit sich: Welches Personal am Samstag tatsächlich zur Verfügung steht und wer möglicherweise aus der ersten Mannschaft dazustößt, lässt sich im Vorfeld nur schwer abschätzen.

Unabhängig davon will sich der TVK vor allem auf die eigene Leistung konzentrieren. In den verbleibenden Einheiten geht es darum, die Details herauszuarbeiten und einen klaren Plan zu entwickeln, wie die Stärken der Gastgeber eingeschränkt werden können. Gleichzeitig erwartet Babarskas von seiner Mannschaft eine andere Herangehensweise als zuletzt in Gelnhausen.

Nach einem Sieg und einer Niederlage bietet sich dem Odenwaldexpress damit bereits am dritten Spieltag die Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Dafür braucht es in Hochdorf allerdings über 60 Minuten genau jene Tugenden, die den TVK schon häufig ausgezeichnet haben: Konzentration, Einsatzbereitschaft und den gemeinsamen Willen, sich auch aus schwierigen Situationen herauszukämpfen.

Anpfiff zwischen der HLZ Friesenheim/Hochdorf II und dem TV Kirchzell ist am Samstag, 12. September, um 19 Uhr im Sportzentrum TV Hochdorf.

Deutliche Derby-Niederlage für den TVK in Gelnhausen

Der TV Kirchzell musste am Samstagabend im Derby beim TV Gelnhausen eine deutliche Niederlage hinnehmen. Nach einem zunächst vielversprechenden Start verlor die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas zunehmend den Zugriff auf die Partie und unterlag am Ende mit 22:36 (9:21). Vor rund 750 Zuschauern erwischte vor allem die erste Halbzeit den TVK hart.  

Dabei begann die Begegnung aus Kirchzeller Sicht durchaus nach Plan. Niklas Ihmer erzielte nach gerade einmal 31 Sekunden das 1:0 für den TVK, wenig später legte er zum 2:1 nach. Tim Häufglöckner sorgte schließlich für die frühe 3:1-Führung. Die Kirchzeller agierten konzentriert, erarbeiteten sich ihre Möglichkeiten und hielten zunächst gut dagegen. Nach gut sechs Minuten stand es 4:4 – zu diesem Zeitpunkt war die Partie völlig offen.

Anschließend änderte sich das Bild jedoch zunehmend. Gelnhausen erhöhte den Druck in der Abwehr und zwang den TVK immer häufiger zu schwierigen Abschlüssen und Fehlern. Über 7:4 und 9:5 setzte sich der Gastgeber erstmals etwas deutlicher ab. Erschwerend kam hinzu, dass Kirchzell zwei Siebenmeter innerhalb kurzer Zeit nicht im Tor unterbringen konnte.

Beim Stand von 11:5 nahm Babarskas in der 16. Minute seine erste Auszeit. Die zeigte zunächst Wirkung: Lasse Becker und Niklas Ihmer verkürzten auf 11:7. Doch statt weiter heranzukommen, folgte die schwächste Phase des TVK. Gelnhausen nutzte die Kirchzeller Fehler konsequent und erzielte sieben Treffer in Folge. Aus dem 11:7 wurde innerhalb weniger Minuten ein 18:7.

Zusätzlich musste der TVK in dieser Phase einen personellen Rückschlag verkraften. Tom Spieß sah nach einer Aktion gegen Jonathan Malolepszy die Rote Karte. Bis zur Pause konnte Kirchzell den Lauf der Gastgeber nicht mehr stoppen. Mit einem deutlichen 9:21-Rückstand ging es in die Kabine.  

Zweite Hälfte ausgeglichener

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TVK stabiler. Niklas Ihmer erzielte den ersten Kirchzeller Treffer zum 10:21, anschließend kamen auch Jannik Wolf, Levgen Zhuk und Tim Häufglöckner zum Abschluss. Wirklich verkürzen konnte Kirchzell den Rückstand allerdings nicht mehr. Gelnhausen hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt fest unter Kontrolle.

Über 24:12 und 27:14 ging es in die Schlussphase. Nach knapp 40 Minuten hatte sich der TVK auf 16:27 herangearbeitet. Wenig später folgte jedoch der nächste Rückschlag: Jannik Wolf erhielt seine dritte Zeitstrafe und musste damit ebenfalls vorzeitig vom Feld.

Beim 30:18 durch Niklas Ihmer nach knapp 46 Minuten betrug der Rückstand weiterhin zwölf Treffer. In den letzten Minuten ging es für den TVK deshalb nur noch darum, die Partie ordentlich zu Ende zu bringen. Anton Bayer, Ihmer, Joshua Osifo und Yann de Waha steuerten weitere Treffer bei. Den Schlusspunkt setzte jedoch Gelnhausens Fynn Broßmann zum 36:22-Endstand.

Einen entscheidenden Anteil am deutlichen Ergebnis hatte auch der starke Gelnhäuser Torhüter Jan-Steffen Minerva. Mit 23 Paraden machte er dem Kirchzeller Angriff immer wieder das Leben schwer. Allerdings lag es nicht allein am gegnerischen Schlussmann. Zu häufig fehlte beim TVK die notwendige Präzision im Abschluss – insgesamt blieben zudem drei Kirchzeller Siebenmeter ungenutzt.

Babarskas: „Wir müssen daraus lernen“

Entsprechend unzufrieden zeigte sich TVK-Trainer Povilas Babarskas nach der Partie. Vor allem die Umsetzung der eigenen Vorgaben vermisste er nach der guten Anfangsphase.

„Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir eigentlich nur die ersten fünf Minuten gemacht. Da waren wir noch konzentriert und haben uns im Angriff die Chancen gut erarbeitet. Aber danach haben wir auf beiden Seiten viel zu viele Fehler gemacht“, bilanzierte der Kirchzeller Trainer.

Dabei wollte Babarskas die Leistung des Gegners keineswegs schmälern, sah die Gründe für die deutliche Niederlage aber auch bei seiner eigenen Mannschaft. „Gelnhausen ist eine gute Mannschaft, das ist keine Frage. Aber wir haben uns viel, viel mehr vorgenommen und das haben wir nicht erfüllt.“

Auch die 23 Paraden des Gelnhäuser Torhüters sprach der TVK-Coach an. Gleichzeitig nahm er seine Mannschaft bei der Qualität der Abschlüsse in die Pflicht: „Der gegnerische Torwart hat uns mit 23 Paraden ganz schön das Leben schwer gemacht, aber ab und zu war auch die Wurfqualität nicht so, wie man in der Dritten Liga werfen muss.“

Aus der deutlichen Niederlage soll nun vor allem gelernt werden. Eine größere Tragödie will Babarskas aus dem Ergebnis nicht machen. Vielmehr soll die Partie analysiert und anschließend der Blick wieder nach vorne gerichtet werden. „Wir müssen daraus lernen, dass, wenn wir irgendwann gegen solche Mannschaften mithalten wollen, wir ein paar Sachen bei uns verändern müssen.“

Nach dem erfolgreichen 34:31-Saisonauftakt gegen den TuS 82 Opladen steht für den TVK damit nach zwei Spielen eine ausgeglichene Bilanz zu Buche. Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste Aufgabe: Um 19 Uhr tritt der TV Kirchzell beim HLZ Friesenheim-Hochdorf II an.  

TV Kirchzell: Anton Bayer (2), Joshua Löffelmann, Tim Häufglöckner (2), Levgen Zhuk (3), Tobias Evers, Mario Stark, Jannik Wolf (3), Tom Spieß, Julius Mattern (1), Yann de Waha (1), Niklas Ihmer (8), Joshua Osifo (1), Lasse Jonathan Becker (1), Vadym Oskilko.

Derbyzeit: TV Kirchzell reist zum TV Gelnhausen

Am kommenden Samstag wartet auf den TV Kirchzell das nächste anspruchsvolle Auswärtsspiel in der 3. Liga Süd-West. Um 19:30 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas beim TV Gelnhausen in der Rudi-Lechleidner-Halle gefordert. Und auch wenn es noch früh in der Saison ist, bringt dieses Duell aufgrund der räumlichen Nähe und der gemeinsamen Vergangenheit beider Vereine eine besondere Brisanz mit sich.

Mit dem Auftritt im vergangenen Spiel war Babarskas in vielen Bereichen zufrieden. Vor allem bei Einsatz und Konzentration sah der TVK-Trainer einen Schritt in die richtige Richtung. „Bei den letzten Spielen hat mir der Kampfgeist zusammen mit der Konzentration gefallen. Da war echt ein guter Schritt nach vorne und da müssen wir weitermachen“, erklärt Babarskas.

Allerdings gab es auch Punkte, an denen seine Mannschaft weiter arbeiten muss. Insbesondere in der zweiten Halbzeit ließ der TVK einige gute Möglichkeiten ungenutzt, vergab unter anderem zwei Siebenmeter und leistete sich einige technische Fehler. Genau solche Phasen gilt es gegen einen Gegner wie Gelnhausen möglichst zu vermeiden.

Denn Babarskas hat großen Respekt vor der Qualität des kommenden Gegners. „Das ist eine schnelle Mannschaft, die die ganze Zeit läuft und wirklich einen Kader hat. Das ist eine der besten Mannschaften in der 3. Liga. Das darf man nicht vergessen.“ Entsprechend erwartet der Kirchzeller Trainer eine schwierige Aufgabe.

Zusätzliche Würze erhält die Begegnung durch den Derbycharakter. Die Entfernung zwischen beiden Vereinen ist überschaubar, Spieler und Zuschauer kennen sich – und gerade deshalb haben diese Spiele ihren ganz eigenen Reiz. „Ein Derby hat immer einen besonderen Charakter. Da kommen mehr bekannte Leute mit in die Auswärtshalle und jeder will sich zeigen. Die Atmosphäre ist einfach ein bisschen hitziger“, beschreibt Babarskas.

Damit der TVK am Samstag in Gelnhausen bestehen kann, wird vor allem Konstanz über die gesamte Spielzeit gefragt sein. Der Gegner kann Schwächephasen innerhalb kürzester Zeit bestrafen. „Wir müssen über 60 Minuten konzentriert bleiben und zurücklaufen, weil sie uns sonst ganz schnell bestrafen. Die können ein Spiel innerhalb von ein paar Minuten drehen, und das haben sie schon öfter bewiesen – nicht nur gegen uns, sondern auch gegen andere Mannschaften.“

Für den TV Kirchzell wartet damit eine hohe Hürde – aber gleichzeitig eines jener Spiele, auf die sich Mannschaft und Anhänger besonders freuen dürfen. Derby, volle Halle und zwei Teams, die sich bestens kennen: Am Samstagabend ist in Gelnhausen alles für ein intensives Handballspiel angerichtet.