TV 1908 Kirchzell

TV Kirchzell unterliegt im hitzigen Derby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden

Der TV Kirchzell musste sich am Wochenende in einem intensiven und emotionsgeladenen Derby bei der HSG Rodgau Nieder-Roden mit 30:33 (15:16) geschlagen geben. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung hielt der Odenwaldexpress lange dagegen, musste die Gastgeber im zweiten Durchgang jedoch etwas davonziehen lassen. Trotz einer kämpferischen Leistung und einer spannenden Schlussphase reichte es am Ende nicht für einen Punktgewinn. Die hitzige Derbyatmosphäre, zahlreiche Zeitstrafen und insgesamt drei rote Karten unterstrichen den intensiven Charakter der Begegnung.

Der TVK erwischte einen guten Start in die Begegnung. Joshua Osifo brachte die Gäste bereits nach 35 Sekunden mit 1:0 in Führung. In der Folge entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch, bei dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Tim Häufglöckner sorgte mit drei Treffern in der Anfangsphase dafür, dass Kirchzell nach knapp zehn Minuten mit 6:5 vorne lag. Jannik Wolf und Levgen Zhuk bauten den Vorsprung bis zur 13. Minute auf 8:6 aus.

Doch die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln. Angeführt von Samuel Hoddersen kämpfte sich Nieder-Roden zurück und glich in der 15. Minute zum 8:8 aus. Die Partie nahm zunehmend an Intensität zu. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, und auch auf den Rängen war die besondere Derbyatmosphäre deutlich zu spüren. Bereits in der Anfangsphase mussten die Schiedsrichter mehrfach Zeitstrafen aussprechen.

In der 20. Minute folgte die erste direkte rote Karte der Begegnung. Nach einer Aktion gegen Joshua Osifo wurde Nieder-Rodens Niklas Klein disqualifiziert. Der TVK nutzte die anschließende Phase und ging durch Yann de Waha mit 11:10 in Führung. Doch auch danach blieb die Begegnung vollkommen offen. Die Gastgeber legten wieder vor, Kirchzell hielt dagegen. Nachdem Nieder-Roden zwischenzeitlich auf 15:13 davongezogen war, sorgte Levgen Zhuk mit zwei Treffern für den 15:15-Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte Nick Oliver Weiland die Hausherren erneut in Führung, sodass es mit einem knappen 16:15 für Nieder-Roden in die Kabinen ging.

Für einen weiteren bitteren Moment sorgte die Verletzung von Tim Häufglöckner, der sich gegen Ende der ersten Halbzeit bei einer Aktion im Kampf um den Ball eine Nasenfraktur zuzog. Damit musste der TVK im weiteren Spielverlauf auf ihn verzichten.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Derby zunächst genauso umkämpft wie in den ersten 30 Minuten. Zwar erhöhte Nieder-Roden unmittelbar nach Wiederbeginn auf 17:15, doch Levgen Zhuk und Antonio Schnellbacher stellten schnell den 17:17-Ausgleich her. Auch beim 18:18 durch Joshua Osifo in der 34. Minute war weiterhin alles offen.

In der Folge gelang es den Gastgebern allerdings, sich erstmals etwas deutlicher abzusetzen. Während Kirchzell im Angriff weiterhin zu seinen Möglichkeiten kam, fand Nieder-Roden zunehmend bessere Lösungen und setzte sich über 21:19 und 24:21 bis zur 42. Minute auf 25:22 ab. In dieser Phase musste der TVK zudem auf Mario Stark verzichten, der nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe in der 41. Minute die rote Karte sah.

Der TVK versuchte dagegenzuhalten, doch die Gastgeber behaupteten ihren Vorsprung. Nach dem Treffer von Simon Brandt zum 26:22 in der 45. Minute sah sich Kirchzells Trainer Povilas Babarskas zu einer Auszeit gezwungen.

Der Odenwaldexpress gab sich jedoch keineswegs geschlagen. Tom Spieß, Niklas Ihmer und Jannik Wolf hielten die Gäste im Spiel. Beim 25:28 in der 48. Minute war der Rückstand wieder auf drei Treffer geschrumpft. Allerdings gelang es Kirchzell zunächst nicht, noch näher heranzukommen. Nieder-Roden fand immer wieder eine passende Antwort und stellte durch Samuel Hoddersen in der 50. Minute auf 29:25.

Doch auch in der Schlussphase bewies der TVK Moral. Niklas Ihmer und Antonio Schnellbacher verkürzten innerhalb weniger Sekunden auf 27:29. Zwar erhöhte Nieder-Roden anschließend wieder auf 30:27, doch Levgen Zhuk brachte seine Mannschaft in der 55. Minute erneut auf zwei Tore heran (28:30). Die Hoffnung auf eine Wende war damit weiterhin vorhanden.

Die Schlussminuten waren noch einmal von großer Intensität geprägt. Nach einer Zeitstrafe gegen Vadym Oskilko und dem Treffer zum 31:28 nahm Babarskas eine weitere Auszeit. Wenig später musste auch Levgen Zhuk nach einer direkten roten Karte das Spielfeld verlassen. Damit musste der TVK die Schlussphase ohne zwei seiner Spieler bestreiten. In der aufgeheizten Atmosphäre wurde um jeden Ball gekämpft, doch die Gastgeber ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Joshua Osifo und Niklas Ihmer konnten zwar noch zweimal verkürzen, am Ende stand jedoch eine 30:33-Niederlage für den TV Kirchzell auf der Anzeigetafel.

Damit musste sich der Odenwaldexpress in einem umkämpften Derby geschlagen geben, in dem durchaus mehr möglich gewesen wäre. Über weite Strecken begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Ausschlaggebend war letztlich die Phase Mitte der zweiten Halbzeit, in der sich Nieder-Roden einen Vorsprung erarbeitete, den Kirchzell trotz aller Bemühungen nicht mehr vollständig aufholen konnte.

Neben der Niederlage schmerzt vor allem die Verletzung von Tim Häufglöckner. Die intensive Derbyatmosphäre, zahlreiche Zeitstrafen sowie die beiden direkten roten Karten gegen Niklas Klein und Levgen Zhuk und die rote Karte für Mario Stark nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe prägten die Begegnung zusätzlich. Für den TVK gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und den Blick auf die kommenden Aufgaben in der 3. Liga zu richten.

Derby bei den Baggerseepiraten: TV Kirchzell zu Gast in Nieder-Roden

Am Samstagabend wartet auf den TV Kirchzell die nächste anspruchsvolle Auswärtsaufgabe in der 3. Liga Süd-West. Um 19:30 Uhr gastiert der Odenwaldexpress bei der HSG Rodgau Nieder-Roden, den sogenannten Baggerseepiraten. Während der TVK mit 8:6 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz steht, befinden sich die Gastgeber derzeit auf Rang 14. Doch gerade in einem Derby spielt die Tabelle bekanntlich nur eine untergeordnete Rolle.

Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage möchte der TV Kirchzell seinen positiven Lauf auch in Nieder-Roden fortsetzen. Mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen hat sich die Mannschaft von Trainer Povilas Babarskas nach sieben Spieltagen eine ordentliche Ausgangsposition erarbeitet. Zuletzt zeigte der Odenwaldexpress beim Heimsieg gegen die Bergischen Panther eine überzeugende Leistung und konnte weiteres Selbstvertrauen sammeln.

Die Gastgeber aus Nieder-Roden blicken dagegen auf einen schwierigen Saisonstart zurück. Mit 3:11 Punkten aus sieben Begegnungen stehen die Baggerseepiraten aktuell auf dem 14. Tabellenplatz. Nach einem Sieg, einem Unentschieden und fünf Niederlagen wartet die HSG seit vier Spielen auf einen Punktgewinn. Allerdings befindet sich die Mannschaft nach einigen personellen Veränderungen in einer Phase des Umbruchs. Neben erfahrenen Akteuren stehen mittlerweile auch mehrere junge Spieler im Kader, die sich in der 3. Liga beweisen wollen.

Für TVK-Trainer Povilas Babarskas ist die aktuelle Tabellensituation deshalb kein Maßstab für die bevorstehende Begegnung. „Ich würde nicht sagen, dass die tabellarische Situation irgendetwas ausdrückt“, erklärt der Kirchzeller Übungsleiter. Die Liga sei, abgesehen von den drei oder vier Mannschaften an der Spitze, sehr ausgeglichen. „Da kann meiner Meinung nach jeder gegen jeden gewinnen, aber auch jeder gegen jeden verlieren.“

Entsprechend fordert Babarskas von seiner Mannschaft erneut volle Konzentration und die nötige Bereitschaft über die gesamte Spielzeit. Schon kleine Nachlässigkeiten könnten in dieser ausgeglichenen Liga den Ausschlag geben. Besonders in einem Derby sei die Ausgangslage ohnehin eine andere. „Ich habe in meiner Karriere schon erlebt, dass eine Mannschaft ganz hinten und die andere ganz oben stand und trotzdem die andere Mannschaft das Derby gewonnen hat“, warnt der TVK-Trainer davor, den Gegner anhand der Tabelle zu unterschätzen.

Die Baggerseepiraten verfügen trotz ihrer bisherigen Ergebnisse über eine interessante Mischung aus Erfahrung und jungen, talentierten Spielern. Darauf gilt es sich für die Kirchzeller entsprechend einzustellen. Neben der sportlichen Vorbereitung wird es vor allem darauf ankommen, von Beginn an die richtige Einstellung auf die Platte zu bringen und auch in einer emotionalen Atmosphäre einen kühlen Kopf zu bewahren.

Denn in der RODAUSTROM Sportarena dürfte den Odenwaldexpress eine intensive Begegnung erwarten. Die Gastgeber werden alles daransetzen, ihre Negativserie vor heimischem Publikum zu beenden und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. Der TVK hingegen möchte seine jüngsten Leistungen bestätigen und den Anschluss an die obere Tabellenhälfte festigen.

Die Voraussetzungen für einen spannenden Derbyabend sind damit gegeben. Wenn am Samstag um 19:30 Uhr der Anpfiff ertönt, werden Tabellenplätze und bisherige Ergebnisse zunächst in den Hintergrund rücken. Dann zählen Einsatzbereitschaft, Konzentration und der unbedingte Wille, die beiden Punkte für sich zu gewinnen. Der Odenwaldexpress ist gefordert, auch auswärts seine Qualitäten unter Beweis zu stellen.

TV Kirchzell erkämpft sich mit der Schlusssirene einen Punkt

Was für ein Ende in der Dreifachsporthalle Miltenberg: Der TV Kirchzell hat sich gegen die Bergischen Panther nach einem intensiven und über weite Strecken völlig offenen Spiel einen Punkt gesichert. In einer dramatischen Schlussphase lag der TVK 37 Sekunden vor dem Ende noch mit 34:35 zurück. Mit der Schlusssirene war es schließlich Joshua Osifo, der zum umjubelten 35:35-Endstand traf.

Von Beginn an entwickelte sich eine torreiche und ausgeglichene Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Nach dem 3:3 durch Anton Bayer und dem 4:3 von Tim Häufglöckner wechselte die Führung immer wieder. Auf Kirchzeller Seite zeigte sich vor allem Mario Stark in der ersten Hälfte äußerst treffsicher. Auch Joshua Löffelmann war mit mehreren wichtigen Paraden zur Stelle.

Bis zum 12:12 in der 22. Minute blieb die Begegnung vollkommen offen. Anschließend gelang es dem TVK erstmals, sich einen kleinen Vorteil zu erspielen. Niklas Ihmer und Tom Spieß sorgten für das 14:12. Kurz vor der Pause bauten Joshua Osifo und Jannik Wolf den Vorsprung aus, ehe Tom Spieß praktisch mit Ablauf der ersten Hälfte den Treffer zum 19:17-Pausenstand erzielte.

Nach dem Seitenwechsel kam Kirchzell zunächst gut aus der Kabine. Ihmer erhöhte auf 20:17, Spieß stellte wenig später auf 21:18. Doch die Panther ließen sich nicht abschütteln. Beim 21:21 in der 37. Minute war die Partie wieder ausgeglichen. Kurz darauf musste Panthers Sam Lindemann nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld.

Kirchzell legte durch Ihmer und Häufglöckner wieder auf 24:22 vor, doch anschließend kippte die Partie. Die Gäste nutzten einige Kirchzeller Fehler konsequent und drehten das Spiel mit einem 5:0-Lauf auf 27:24. Auch eine Auszeit des TVK konnte diesen Lauf zunächst nicht stoppen.

Doch Kirchzell gab sich nicht geschlagen. Trainer Povilas Babarskas brachte Tobias Evers für Joshua Löffelmann ins Tor – und der fügte sich mit wichtigen Paraden hervorragend ein. Gleichzeitig bekam die TVK-Abwehr wieder deutlich mehr Zugriff. Evers parierte unter anderem einen Siebenmeter, während Kirchzell im Angriff Stück für Stück herankam. Levgen Zhuk verwandelte in der 52. Minute vom Siebenmeterpunkt zum 29:29-Ausgleich.

Von nun an entwickelte sich ein echter Kampf um jeden Ball. Die Spannung in der Kirchzeller Abwehr stimmte, und auch die Halle war spätestens jetzt voll da. Jannik Wolf übernahm in der Schlussphase viel Verantwortung und hielt den Odenwaldexpress mit wichtigen Treffern im Spiel. Beim 30:30 und später beim 33:34 blieb Kirchzell den Panthern dicht auf den Fersen.

Als Joe Ballmann in der 59. Minute zum 35:33 für die Gäste traf, wurde es richtig eng. Bei 58:44 Minuten nahm der TVK seine Auszeit. Joshua Osifo verkürzte auf 34:35, worauf die Panther bei 59:23 Minuten ihrerseits die letzte Auszeit nahmen.

Noch 37 Sekunden waren zu spielen – und Kirchzell warf noch einmal alles hinein. Der TVK bekam tatsächlich die Gelegenheit zum letzten Angriff. Mit der Schlusssirene landete der Ball durch Joshua Osifo im Tor. 35:35! Die Dreifachsporthalle stand Kopf, während die Kirchzeller den in letzter Sekunde erkämpften Punkt feierten.

Am Ende steht ein Unentschieden, das angesichts des Spielverlaufs vor allem eines zeigt: Der TVK ließ sich weder vom zwischenzeitlichen Rückstand noch von schwierigen Phasen aus der Partie werfen. Nach dem 24:27 kämpfte sich die Mannschaft zurück und belohnte sich buchstäblich mit der letzten Aktion des Abends.

TV Kirchzell will Heimserie gegen die Bergischen Panther fortsetzen

Nach dem deutlichen 36:25-Auswärtserfolg beim HV Vallendar wartet auf den TV Kirchzell am kommenden Samstag die nächste Herausforderung in der 3. Liga Süd-West. Um 19:30 Uhr empfängt der Odenwaldexpress die Bergischen Panther in der Dreifachsporthalle Miltenberg. Mit dem Selbstvertrauen aus den vergangenen Spielen und der Unterstützung der eigenen Zuschauer möchte der TVK seinen positiven Lauf fortsetzen und die bisherige Heimserie ausbauen.

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Starke zweite Halbzeit beschert TVK deutlichen Auswärtssieg

Der TV Kirchzell hat seinen positiven Lauf in der 3. Liga Süd-West fortgesetzt. Beim HV Vallendar setzte sich der Odenwaldexpress nach einer lange ausgeglichenen ersten Hälfte am Ende deutlich mit 36:25 (15:14) durch. Grundlage für den Auswärtserfolg war vor allem eine starke zweite Halbzeit, in der sich der TVK nach dem 17:17 entscheidend absetzen konnte.

Dass das Endergebnis am Ende so deutlich ausfallen würde, war über weite Strecken der ersten Hälfte nicht abzusehen. Vallendar erwischte den etwas besseren Start und legte zunächst immer wieder vor. Kirchzell blieb jedoch dran und ließ die Gastgeber nie weiter davonziehen. Über 3:3, 6:6 und 9:9 entwickelte sich eine völlig offene Begegnung.

Auch eine zwischenzeitliche 10:9-Führung der Gastgeber brachte den TVK nicht aus der Ruhe. Mit vier Treffern von Mario Stark innerhalb weniger Minuten übernahm Kirchzell beim 10:10 zunächst wieder das Kommando und legte anschließend zum 13:11 vor. Vallendar blieb allerdings hartnäckig und glich kurz vor der Pause noch einmal zum 14:14 aus. Praktisch mit der Halbzeitsirene war es Jannik Wolf, der den TVK mit seinem Treffer zum 15:14 doch noch mit einer knappen Führung in die Kabine schickte.

„Wir wussten, dass Vallendar mit jedem Gegner mithalten kann und dass wir irgendwann unsere Chance bekommen würden, uns mit ein paar Toren abzusetzen“, erklärte TVK-Trainer Povilas Babarskas nach der Partie. Bereits gegen Ende der ersten Hälfte habe seine Mannschaft eine solche Gelegenheit gehabt, diese aufgrund einiger vergebener Möglichkeiten aber noch nicht nutzen können.

Nach dem Seitenwechsel blieb Vallendar zunächst dran. Niklas Ihmer traf zum 16:14, doch die Gastgeber antworteten mit zwei Treffern und stellten auf 16:16. Wenig später fiel beim 17:17 erneut der Ausgleich – es sollte das letzte Mal an diesem Abend sein, dass beide Mannschaften gleichauf lagen.

Denn nun folgte die stärkste Phase des TVK. Levgen Zhuk traf zweimal, Lasse Becker legte nach und Tom Spieß erhöhte mit einem Doppelpack auf 22:17. Innerhalb weniger Minuten hatte sich Kirchzell erstmals einen komfortablen Vorsprung erarbeitet.

„Da hatten wir einige Ballgewinne, Löffelmann hat ein paar Bälle gehalten und wir konnten mit vier, fünf Toren weggehen“, beschrieb Babarskas die entscheidende Phase. Mit der Führung im Rücken sei anschließend auch der Druck etwas abgefallen und seine Mannschaft habe zunehmend befreiter aufspielen können.

Vallendar versuchte noch einmal gegenzuhalten und verkürzte auf 18:22, doch der TVK ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Jannik Wolf, Joshua Osifo, Niklas Ihmer und Levgen Zhuk sorgten dafür, dass Kirchzell die Gastgeber auf Distanz hielt. Beim 26:20 war der Vorsprung bereits auf sechs Treffer angewachsen.

In der Schlussphase wurde es schließlich deutlich. Der TVK nutzte seine Möglichkeiten konsequent und setzte sich über 30:22 und 33:22 immer weiter ab. Dabei verteilte sich die Verantwortung auf viele Schultern. Selbst Torhüter Joshua Löffelmann trug sich beim 32:22 in die Torschützenliste ein. Den Schlusspunkt setzte Vadym Oskilko praktisch mit der Sirene zum 36:25-Endstand.

Zufrieden zeigte sich Babarskas insbesondere mit der Konzentration seiner Mannschaft. Vallendar agierte über weite Strecken mit sieben Feldspielern und stellte die Kirchzeller Defensive damit vor eine besondere Aufgabe. „Das ist nicht einfach zu verteidigen. Wir haben uns aber mehr oder weniger an unseren Matchplan gehalten“, bilanzierte der Trainer. Auch mit der Leistung seiner Torhüter zeigte sich Babarskas sehr zufrieden.

Vor allem wollte der TVK-Coach den Erfolg jedoch nicht an einzelnen Spielern festmachen: „Das war eine volle Mannschaftsleistung. Jeder hat für den Sieg alles gegeben.“

So stand nach 60 Minuten ein Ergebnis auf der Anzeigetafel, das nach der ausgeglichenen ersten Hälfte kaum zu erwarten gewesen war. 21:11 gewann Kirchzell den zweiten Durchgang und machte aus der knappen 15:14-Pausenführung einen souveränen 36:25-Auswärtssieg.

Damit kann der TVK seinen positiven Lauf fortsetzen und mit weiterem Selbstvertrauen in die kommende Trainingswoche gehen. Lange ausruhen kann sich der Odenwaldexpress auf dem deutlichen Auswärtserfolg allerdings nicht: Bereits am Samstag, 10. Oktober, um 19:30 Uhr wartet die nächste Aufgabe. Dann empfängt der TV Kirchzell die Bergischen Panther in der Dreifachsporthalle Miltenberg. Dort soll der zuletzt eingeschlagene Weg vor heimischem Publikum fortgesetzt werden.

Mit Rückenwind nach Vallendar – TVK will auswärts nachlegen

Nach dem umkämpften Heimsieg gegen die TSG Münster wartet auf den TV Kirchzell am Samstag, 3. Oktober, um 18 Uhr die nächste Aufgabe in der 3. Liga Süd-West. Der Odenwaldexpress gastiert beim HV Vallendar in der Konrad-Adenauer-Halle. Auf dem Papier trifft der Tabellenachte auf den Tabellenfünfzehnten – doch gerade von dieser Konstellation will sich der TVK nicht täuschen lassen.

Mit 5:5 Punkten steht Kirchzell nach fünf Spielen auf Rang acht. Der Aufsteiger aus Vallendar hat bislang 2:8 Punktegesammelt und belegt Platz 15. Der Blick auf die Tabelle erzählt für TVK-Trainer Povilas Babarskas allerdings nur einen Teil der Geschichte. Vallendar habe unter anderem gegen Hanau und Krefeld lange mithalten können und bereits gezeigt, dass die Mannschaft in dieser Liga keineswegs zu unterschätzen ist.

Münster-Sieg als weiterer Schritt nach vorne

Mut macht dem TVK vor allem die Entwicklung aus dem vergangenen Heimspiel. Auch gegen Münster gab es nach der Pause eine Phase, in der Kirchzell etwas von seiner Linie abkam. Im Gegensatz zu den Spielen zuvor fiel diese jedoch deutlich kürzer aus. Die Mannschaft fing sich, fand zurück ins Spiel und konnte die Partie schließlich noch drehen.

Babarskas möchte diese Phasen ohnehin nicht größer machen, als sie sind. Gute und schlechte Abschnitte gebe es bei jeder Mannschaft. Entscheidend sei vielmehr, dass die schwächeren Phasen immer kürzer werden. Gegen Münster war genau diese Entwicklung zu erkennen.

Besonders zufrieden zeigte sich der Trainer mit der Konzentration seiner Mannschaft. Der TVK leistete sich nur wenige technische Fehler – so wenige wie schon lange nicht mehr. Genau diese Konsequenz soll nun auch auswärts auf die Platte gebracht werden. Verbesserungspotenzial sieht Babarskas dagegen weiterhin bei der Chancenverwertung. Kirchzell erspielt sich regelmäßig sehr gute und teilweise völlig freie Möglichkeiten, lässt davon aber noch zu viele ungenutzt.

Unangenehme Aufgabe gegen den Aufsteiger

Vallendar beschreibt Babarskas als interessante Mannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Eine Besonderheit erwartet den TVK dabei vor allem im Angriffsspiel der Gastgeber. Vallendar agiert über weite Strecken mit sieben Feldspielern und setzt konsequent auf das 7-gegen-6.

Das verlangt der Kirchzeller Defensive viel Laufarbeit und hohe Aufmerksamkeit ab. Gleichzeitig könnten sich nach Ballgewinnen Möglichkeiten ergeben, das verwaiste gegnerische Tor zu nutzen. Babarskas erwartet deshalb auch von seinen Torhütern eine wichtige Rolle, wenn Vallendar sich durch die Überzahl freie Abschlussmöglichkeiten erspielt.

Volle Konzentration über 60 Minuten

Dass sich der TVK in den vergangenen Jahren ausgerechnet gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen immer wieder schwertat, ist auch innerhalb der Mannschaft ein Thema. Babarskas und sein Team haben darüber gesprochen und mit Videomaterial gearbeitet. Für den Trainer liegt ein Schlüssel dabei in der Konzentration.

Gerade auswärts müsse seine Mannschaft noch einmal ein paar Prozent drauflegen. Während zu Hause die eigene Halle, Familien und Fans zusätzlichen Rückenwind geben, wartet in fremder Halle eine andere Atmosphäre. Dort gilt es, unabhängig von Tabellenplatz und Spielstand die eigene Leistung über die gesamten 60 Minuten abzurufen.

Für Babarskas steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: Er will eine Mannschaft sehen, die alles investiert. Im Sport könne man auch nach einer guten Leistung einmal mit einem oder zwei Toren verlieren. Entscheidend sei aber, dass Einsatz und Konzentration stimmen.

Nach dem Erfolg gegen Münster bietet sich dem Odenwaldexpress nun die Gelegenheit, den nächsten Schritt zu machen. Die Schwächephasen werden kürzer, die Stabilität wächst – jetzt soll diese Entwicklung auch auswärts sichtbar werden. Vallendar dürfte dem TVK dabei allerdings alles abverlangen.

TV Kirchzell behält im Krimi gegen Münster die Nerven

Der TV Kirchzell hat sich in einem bis zur letzten Sekunde spannenden Heimspiel gegen die TSG Münster mit 30:29 (13:13) durchgesetzt. Nach einer über weite Strecken völlig ausgeglichenen Partie geriet der TVK in der zweiten Hälfte zunächst mit drei Toren ins Hintertreffen, kämpfte sich jedoch zurück und entschied die Begegnung in einer hochdramatischen Schlussphase für sich. Einen großen Anteil am Erfolg hatte Torhüter Joshua Löffelmann, der mit zahlreichen Paraden immer wieder zur Stelle war.

Von Beginn an entwickelte sich die erwartet umkämpfte Begegnung. Tom Spieß und Mario Stark sorgten für einen guten Start des TVK, der nach wenigen Minuten mit 4:2 vorne lag. Münster ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und stellte beim 4:4 erstmals wieder den Gleichstand her. In der Folge wechselten sich beide Mannschaften mit kleinen Vorteilen ab.

Kirchzell erspielte sich im Angriff immer wieder gute Möglichkeiten, ließ aber auch Chancen liegen. Besonders vom Siebenmeterstrich blieb einiges liegen. Auf der anderen Seite war es vor allem Patrick Weber, der im Münsteraner Angriff viel Verantwortung übernahm. Mehrfach verhinderte Löffelmann mit starken Paraden einen größeren Rückstand seiner Mannschaft.

Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie intensiver. Beim 10:11 nahm Münster die erste Auszeit, wenig später glich Mario Stark zum 11:11 aus. Auch danach konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Über 12:12 ging es schließlich mit einem leistungsgerechten 13:13 in die Halbzeitpause.

Münster legt vor – Kirchzell kämpft sich zurück

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste zunächst den besseren Start. Münster setzte sich über 14:16 und 14:17 erstmals deutlicher ab. Auch beim 16:19 lag der TVK noch mit drei Treffern zurück. Doch genau in dieser Phase zeigte Kirchzell Moral.

Tom Spieß verwandelte einen wichtigen Siebenmeter, anschließend traf Mario Stark vom Kreis zum 18:19. Nachdem Münster den Ball verlor, erzielte Lasse Becker in der 43. Minute den 19:19-Ausgleich. Innerhalb weniger Minuten hatte der TVK den Rückstand vollständig aufgeholt und die Halle war wieder voll da.

Nach der Münsteraner Auszeit blieb Löffelmann erneut Sieger gegen den Gästeangriff. Zwar legte die TSG noch einmal zum 19:20 vor, doch Levgen Zhuk antwortete zum 20:20. Nach einer TVK-Auszeit brachte Zhuk seine Mannschaft beim 21:20 wieder in Führung – und hinten setzte Löffelmann seine starke Vorstellung mit der nächsten Parade fort.

Ein Tor entscheidet den Krimi

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich ein echter Schlagabtausch. Münster glich zum 21:21 aus, Anton Bayer stellte auf 22:21. Über 22:22, 23:23 und 24:24 blieb die Partie völlig offen. Tim Häufglöckner traf zum 25:24, Weber antwortete erneut für Münster. Zhuk sorgte für das 26:25, doch auch darauf hatten die Gäste eine Antwort.

In der 56. Minute holte Mario Stark einen wichtigen Siebenmeter heraus, den Tom Spieß zum 27:26 verwandelte. Münster glich erneut aus. Kurz darauf musste Lennart Liebeck nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld. Niklas Ihmer nutzte die folgende Phase und kämpfte sich zum umjubelten 28:27 durch. Doch selbst das war noch nicht die Entscheidung: Kenneth Fuhrig stellte in der 59. Minute wieder auf 28:28.

Jetzt hielt es kaum noch jemanden auf den Plätzen. Die Halle stand, als Lasse Becker in der 59. Minute das 29:28 erzielte. Münster nahm die Auszeit und setzte im folgenden Angriff erneut auf Weber – doch dessen Wurf fand diesmal nicht den Weg ins Tor.

Kirchzell bekam damit die Chance zur Entscheidung. Nach der eigenen Auszeit übernahm Tom Spieß Verantwortung und traf in der 60. Minute zum 30:28. Die TSG konnte in den letzten Sekunden nur noch auf 30:29 verkürzen.

Dann war Schluss – und der Jubel in der Halle entsprechend groß.

Mit dem 30:29-Heimsieg belohnte sich der TV Kirchzell für eine kämpferisch starke Vorstellung. Besonders bemerkenswert war die Reaktion nach dem Drei-Tore-Rückstand in der zweiten Halbzeit. Der TVK blieb ruhig, kämpfte sich zurück und behielt in einer Schlussphase, in der praktisch jeder Angriff über Sieg oder Niederlage entscheiden konnte, die Nerven.

Ein entscheidender Faktor war dabei Joshua Löffelmann: Der TVK-Keeper hielt seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel und war insbesondere in der zweiten Hälfte und in der engen Schlussphase mehrfach zur Stelle. So stand am Ende eines echten Handballkrimis ein knapper, aber umso umjubelter 30:29-Erfolg für den Odenwaldexpress.

90 Prozent werden nicht reichen – TVK empfängt ungeschlagene TSG Münster

Nach dem Punktgewinn gegen die SG Leutershausen wartet auf den TV Kirchzell bereits die nächste anspruchsvolle Aufgabe vor heimischem Publikum. Am Samstag, 26. September, empfängt der Odenwaldexpress um 19.30 Uhr die TSG Münster in der Dreifachsporthalle Miltenberg-Nord. Die Gäste sind mit 7:1 Punkten noch ungeschlagen und reisen entsprechend selbstbewusst nach Miltenberg.

Der TVK zeigte zuletzt beim Unentschieden gegen Leutershausen wieder ein deutlich anderes Gesicht als bei den beiden vorangegangenen Auswärtsspielen. Trainer Povilas Babarskas sah dabei in beiden Bereichen Fortschritte. „Gegen Leutershausen haben wir schon viele gute Sachen gemacht, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff“, sagt der Kirchzeller Coach. Dass dabei nicht alles fehlerfrei lief, sei völlig normal.

Ein Thema zieht sich allerdings durch die vergangenen Begegnungen: die Phasen unmittelbar nach der Halbzeit. Auch gegen Leutershausen hatte sich Kirchzell vor der Pause ein Polster erarbeitet, geriet anschließend aber wieder stärker unter Druck. Babarskas sieht einen möglichen Grund im hohen Aufwand, den seine Mannschaft zuvor betreibt. „Die Spieler haben in der ersten Halbzeit sehr, sehr viel investiert. Danach sind es vielleicht nicht mehr 100 Prozent, sondern nur noch 90 Prozent.“ Gegen Mannschaften mit der Qualität von Leutershausen oder Münster sei genau das zu wenig.

Entsprechend wird es am Samstag darauf ankommen, die eigene Leistung möglichst über die gesamten 60 Minuten auf die Platte zu bringen. Denn Münster hat in den ersten vier Saisonspielen noch keine Niederlage hinnehmen müssen und steht mit 7:1 Punkten auf Rang fünf. Kirchzell geht mit 3:5 Punkten als Tabellenelfter in die Partie.

Babarskas erwartet einen Gegner, der nicht nur von einzelnen Spielern lebt. Münster habe sich verstärkt, sei auf allen Positionen doppelt besetzt und verfüge über mehrere Akteure, die Situationen mit ihrer individuellen Qualität entscheiden können. Für den TVK wartet damit die nächste echte Herausforderung in der noch jungen Saison.

Weber als besondere Qualität

Mit Patrick Weber verfügt Münster über einen der gefährlichsten Akteure der Liga, der dem TVK auch in der Vergangenheit bereits einige Probleme bereitet hat. Gerade seine Fähigkeit, auch aus schwierigen Situationen heraus zum Abschluss zu kommen, macht ihn so gefährlich. „Manchmal ist der Angriff eigentlich schon tot, dann nimmt er den Ball und haut ihn aus elf Metern in den Winkel“, beschreibt Babarskas seine Qualitäten. Gleichzeitig warnt der TVK-Coach davor, Münster nur auf Weber zu reduzieren. Die TSG verfügt über mehrere Spieler mit hoher individueller Qualität und ist auf allen Positionen stark besetzt.

Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter der personellen Situation beim Odenwaldexpress. Unter der Woche hatte eine kleinere Krankheitswelle Teile der Mannschaft erwischt. Babarskas hofft, dass sich die Situation bis zum Anpfiff entspannt und ihm am Samstag möglichst alle Spieler zur Verfügung stehen.

Kopf oben behalten – auch wenn es schwierig wird

Trotz der Qualität des Gegners will sich Kirchzell in eigener Halle keineswegs verstecken. Gerade das Spiel gegen Leutershausen hat gezeigt, welche Energie die Mannschaft gemeinsam mit den Zuschauern in Miltenberg entwickeln kann. Und Babarskas weiß, dass gegen Münster vermutlich auch Phasen kommen werden, in denen nicht alles funktioniert.

Dann soll seine Mannschaft genau das vermeiden, was ihr zuletzt teilweise Probleme bereitet hat: nachzulassen oder den Glauben zu verlieren. „Wir spielen zu Hause, vor unseren Zuschauern. Auch wenn es schlechtere Phasen gibt, dürfen wir nie den Kopf hängen lassen. Wir müssen den Kopf oben behalten und alles geben. Nach 60 Minuten werden wir sehen, wofür es gereicht hat.“

Für den Odenwaldexpress ist damit klar: Gegen einen bislang ungeschlagenen und individuell stark besetzten Gegner wird es eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit brauchen. Mit den eigenen Zuschauern im Rücken will der TVK alles investieren, um die nächsten Punkte in Miltenberg zu behalten.

Anpfiff ist am Samstag, 26. September, um 19.30 Uhr in der Dreifachsporthalle Miltenberg-Nord.